"Respekt für dich und für mich"

Vermischtes
Kemnath
04.01.2016
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57 Ministranten waren als Sternsinger in der Pfarrei Kemnath an zwei Tagen unterwegs. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Armut der Kinder in Bolivien und weltweit.

Zehn Gruppen mit 30 Ministranten zogen am Sonntag, 3. Januar, ab dem späten Nachmittag in den Stadtkern von Kemnath und in die umliegenden Dörfer. Neun weitere Gruppen mit 27 Ministranten besuchen die Familien am Dreikönigstag, 6. Januar, in den übrigen Straßen. "Insgesamt sind 57 Ministranten als Sternsinger unterwegs", berichtete Gemeindereferent Jochen Gößl, "manche gehen sogar an beiden Tagen." Er kümmerte sich um die Einteilung der Gruppen und die Organisation. Begleiter und Eltern übernahmen die Fahrdienste.

Spenden für Kinderhilfe


Die Buben und Mädchen richteten den Blick auf die vielen Kinder, die nicht genug zu essen haben oder die zu arm sind, um sich gesund zu ernähren. In den Häusern baten die Sternsinger um eine Geldspende für die über 3000 Kinderhilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa. "Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere - in Bolivien und weltweit!" lautete das Motto des diesjährigen Dreikönigssingens, an der sich Mädchen und Buben als Sternsinger und zahlreiche ehrenamtliche Helfer in etwa 12 000 Pfarrgemeinden beteiligten.

Jeder der drei Weisen hatte einen Vierzeiler als Segensspruch gelernt. Bei manchen Gruppen war auch noch ein Sternenträger dabei. Bei ihren Besuchen in den amerikanischen Familien sagten die Sternsinger ihren Vers in englischer Sprache auf. Für sich durften sie kein Geld annehmen. Als Anerkennung für ihren selbstlosen Dienst bekamen sie einen Essensgutschein für einen Döner.

Nach ihrem Segensspruch teilten sie Textbänder mit der Aufschrift "20 C+M+B 16" zum Ankleben auf die Wohnungstür aus. Das ist die Abkürzung des lateinischen Segensspruches "Christus mansionem benedicat", übersetzt "Christus segne dieses Haus".

"Die Heiligen Drei Könige fielen vor dem kleinen Kind in der Krippe auf die Knie und zollten ihm ihren Respekt", betonte Gemeindereferent Gößl beim Aussendungsgottesdienst nach dem feierlichen Einzug der Sternsinger. Mit dem diesjährigen Motto solle die Aktion Dreikönigssingen daran erinnern, dass alle Menschen, auch die kleinsten und ärmsten, Respektspersonen sind. "Jeder ist dein Nächster", betonte Stadtpfarrer Konrad Amschl nach dem Evangelium vom barmherzigen Samariter. Nach dem Schlussgebet segnete der Geistliche das Dreikönigswasser, den Stern, die Kreide und den Weihrauch.
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