Rettungsübung der Feuerwehr
Die Zeit im Nacken

Bei ihrer Notfallrettungsübung mussten die Feuerwehrler eine eingeklemmte Person retten. Bild: mde
Vermischtes
Kemnath
21.05.2016
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An zwei Tagen trainierte die Kemnather Feuerwehr die Notfallrettung nach einem Verkehrsunfall auf spektakuläre Art: Eine Baugrubenschalung war dabei auf ein Fahrzeug gestürzt, nachdem es in der Baustelle am Läuferweg in Kemnath in den Graben gefahren war. Eine Person war eingeklemmt. Mit einer Seilwinde des Hilfeleistungslöschfahrzeugs und dem Mehrzweckzug, der am Bagger angeschlagen wurde, hoben die Feuerwehler die schwere Last kontrolliert vom Unfallfahrzeug an und zogen sie weg.

Mit hydraulischen Rettungsgeräten, wie Spreizer, Schere und Rettungszylindern öffneten die Brandschützer das Unfallfahrzeug. Mit Säbelsäge, Unterbaumaterial und etlichem Handwerkszeug konnten sie schnell eine Seite des Fahrzeuges durch das Entfernen beider Türen und der "B-Säule" komplett öffnen. Bei dieser Rettungstechnik bleibt das Fahrzeugdach am Pkw, was die Fahrzeugstabilität positiv beeinflusst und den Verletzten schützt.

Im Blickpunkt stand auch die Wichtigkeit einer schnellen und schonenden Personenrettung. Die "Golden Hour of Shock" plant für Unfallentstehung, Notrufmeldung, Alarmierung und Anfahrt der Rettungskräfte rund 20 Minuten ein, weitere 20 Minuten für Absicherung, Fahrzeugöffnung sowie Personenbefreiung. Dies ist bei Unfällen dieser Art aufgrund des massiven technischen Geräteeinsatzes eher selten möglich.

Damit eine schnelle Rettung erfolgen kann, spielt eine sogenannte "Rettungskarte" eine entscheidende Rolle. Auf diesem DIN-A4-Blatt lässt sich der Fahrzeugaufbau, die eingebauten Airbags und weitere wichtige Details wie die Batterieanordnung oder Karosserieverstärkungen einsehen. Zu finden sein sollte die Karte unter der Sonnenblende auf der Fahrerseite.
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