Ruhestandspfarrer „predigt“ übers „Wamperl“
Richard Salzl macht sich mit Auftritt beim Wirtshaussingen selbst ein Geburtstagsgeschenk

Eine Mordsgaudi herrschte beim Wirtshaussingen im Landgasthof Busch in Kötzersdorf. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
20.01.2016
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Kötzersdorf. Schon seit einigen Jahren gibt es das monatliche Wirtshaussingen des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises Kemnath (HAK). Doch immer wieder stoßen neue Volksmusikanten dazu. Dass es am Sonntag im Gasthof Busch so viele wie schon lange nicht mehr waren, dafür sorgte auch ein Geistlicher, der sich den Besuch zum Geburtstag gewünscht hatte.

Witziger Sänger


Richard Salzl, der ehemalige Pfarrer in Penting und Seebarn, und seine Haushälterin Gisela aus Fensterbach (Landkreis Schwandorf) waren als "Pfarrhof-Duo" die große Attraktion. Für ihre lustigen Duette "'s Wamperl", "Die Verwandten kommen", "Die alte Oma" und "Der Bischof und der Höitabou", bei denen sie sich selber mit Gitarre und Akkordeon begleiteten, erhielten sie viel Applaus. Der schlagfertige Ruhestandsgeistliche erwies sich auch bei seinen Witzen und lustigen Anekdoten als ein Meister des hintergründigen Humors.

Stimmkräftig trug er mit Josef Sturm das "Arberlied" vor. "Dieser Besuch beim Wirtshaussingen war eines meiner Lieblingsgeschenke zu meinem 75. Geburtstag", verriet Salzl. Zu vorgerückter Stunde stimmte er mit seinen Begleitern noch "Ein Prost mit harmonischem Klang" an.

Premiere hatten am Sonntag auch die Akkordeonspieler Bernhard Bienert aus Trevesen dabei sowie der "Schütters-Hans" aus Pottenstein. Dieser spielte sich mit dem Walzer "Beim Hollerstrauch" und den Märschen "Wien bleibt Wien", "Anneliese" und "Schützenliesl" in die Herzen seiner Zuhörer. "Weinwallfahrer" Heinz Schmidt aus Speichersdorf sorgte mit seinem "Hörndl" für eine ganz besondere Note. "Die Oberkrainer kommen" war der schwungvolle Auftrittsmarsch von Akkordeonspieler Werner Matt aus Mehlmeisel. Als Wunschlieder der Gäste stimmte Monika Fink "Tief drin im Böhmerwald", "Waldeslust", "Heit scheint da Mou so schöi", "Wennst in Himmi, sagt er, willst kemma, sagt er", "Mir san zwoa frische Burschn" und den "Weltverdruß" ("Ich hob koan Vaddern mehr") an.

Rudolf Fink mit seiner Steirischen Harmonika, die Akkordeonspieler Josef Zaglmann, Werner Matt und Roland Küffner und Heinz Schmidt (Bariton) begleiteten die Beiträge. Zu ihnen gesellte sich dann auch Dieter Paulus mit seiner Original Zillertaler Ratschn begeistert mit.

Die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick gaben "A Rollmops und a Haring" und "Alls, bloß koa Wasser net" zum Besten. In den Witzerunde blieb kein Auge trocken. Auch Sieglinde Witt hatte mit ihrem Gedicht "Bananen" die Lacher auf ihrer Seite.
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