Schlosszwerg ausgeraubt
Kinder auf Schatzsuche in Kemnather Felsenkeller

Zum Besuch in einem der beiden historischen Kemnather Felsenkeller luden HAK-Vorsitzender Hans Rösch (rechts) und Bürgermeister Werner Nickl (Zweiter von links) Mädchen und Buben ein. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
02.08.2016
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Kaum haben die Ferien begonnen, begaben sich 42 Kinder auf eine spannende Schatzsuche. Dafür wagten sie sich in die dunklen Felsenkeller von Kemnath.

Bevor die Mädchen und Buben in die Felsenkeller in der Wunsiedler Straße eintauchten, bekamen sie einen Fragebogen und durften ihre Taschenlampen anknipsen. "Wozu dienten diese beiden Felsenkeller früher?", fragte HAK-Vorsitzender Hans Rösch, der die Führung übernahm, in die Runde. Nur wenige wussten, dass die Räume früher zur Lagerung des im Kemnather Kommunbrauhaus gebrauten braunen Bieres dienten. "Wenn die Keller in den Bürgerhäusern zu klein wurden, konnten dort die Bürger auch bestimmte Lebensmittel wie Fleisch und Sauerkraut längere Zeit aufbewahren", erklärte Rösch. Heutzutage würden die unterirdischen Räume aber nicht mehr genutzt.

300 Jahre alt


Vorsichtig durchstreiften alle das weit verzweigte Labyrinth, das sich in einer Tiefe von etwa drei Metern befindet. Die Gänge waren etwa zwei Meter breit und hoch. "Die beiden Kelleranlagen wurden vor etwa 300 Jahren in mühsamer Handarbeit aus dem Buntsandstein herausgehauen", informierte Rösch die Gruppe. "Ihre Gesamtlänge beträgt etwa 100 bis 130 Meter."

Zum Trockenhalten wurden Wasserrinnen und Zisternen angelegt. Ein einfaches Belüftungssystem sorgte für eine immer gleichbleibende Temperatur von acht Grad. "Deshalb riecht es hier unten überhaupt nicht modrig." Für die Beleuchtung wurden Kienspäne verwendet, die in dafür vorgesehene Halterungen an den Felswänden gesteckt wurden.

Vorsichtig durchstreifte Rösch mit den kleinen Schatzsuchern die unterirdischen Gänge. Den geheimen Gang von den Kellern zur Burg Waldeck konnte aber niemand entdecken. Fündig wurden die Kinder aber auf der Suche nach der begehrten Schatztruhe. Die war zwar leer, denn Räuber hatten den Schlosszwerg Heiner (Heiner Dworzak) überfallen und den Schatz geraubt. Die Mädchen und Buben mussten aber trotzdem nicht mit leeren Händen heimgehen. Jeder Teilnehmer erhielt einen Preis, den Bürgermeister Werner Nickl besorgt hatte.

Quiz gelöst


Im Foyer wertete Rösch die Fragebögen aus. Wer bei der Führung aufgepasst hatte, konnte das Quiz problemlos lösen.
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