Schulung für Kommandanten in Modularer Truppausbildung
Ausbilder auf der Schulbank

Erfolgreich haben alle Teilnehmer die Schulung zur Modularen Truppausbildung bestanden. Die Lehrkräfte Andreas Hohmann und Stefan Limmer, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und Kreisbrandmeister Dieter Höfer (von rechts) gratulierten. Bild: mde
Vermischtes
Kemnath
30.04.2016
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Die Modulare Truppausbildung (MTA) wird bei den Wehren in Bayern und somit im Landkreis Tirschenreuth Einzug halten. Deshalb drückten 30 Kommandanten und Ausbilder aus der Region in Kemnath die Schulbank.

Neben körperlicher und psychischer Belastbarkeit sind für den aktiven Feuerwehrdienst eine Grundausbildung sowie eine fortlaufende Aus- und Weiterbildung unumgänglich. Um dem demografischen Wandel sowie den steigenden Aufgaben der Wehren und der damit verbundenen Technisierung gerecht zu werden, wird an der Grundausbildung für Nachwuchskräfte geschraubt. Diese kann dann durch die Modulare Truppausbildung intern mit allen Feuerwehren einer Gemeinde oder mit Brandschützern aus einer anderen Kommune organisiert und umgesetzt werden.

Inhalte selbst festlegen


Neben dem Basismodul, in dem alle Grundtätigkeiten wie Verhalten im Einsatz, Sichern gegen Absturz, Brandbekämpfung und Menschenrettung, Umgang im Funkverkehr und ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden, kommt der laufende Übungs- und Ausbildungsbetrieb hinzu. Zudem müssen die Kommandanten den weiteren Ausbildungsinhalt der Zusatzmodule in Hinsicht auf die Ausrüstung wie hydraulische Rettungsgeräte, dreiteilige Schiebleiter sowie die Fahrzeuge selbst festlegen.

Andreas Hohmann und Stefan Limmer von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg unterrichteten im Kemnather Gerätehaus in Ablauf und Planung einer MTA. An der eintägigen Schulung nahmen die Kommandanten und Ausbilder aus Bärnau, Ebnath, Erbendorf, Guttenberg, Kastl, Kemnath, Kondrau, Konnersreuth, Krummennaab, Kulmain, Liebenstein, Mitterteich, Pleußen, Plößberg, Premenreuth, Punreuth, Thumsenreuth, Tirschenreuth, Waldershof und Waldsassen teil. Zu ihnen gesellten sich auch die Kreisbrandmeister Florian Braunreuther, Wolfgang Fischer, Roland Frank und Dieter Höfer.

Die Inhalte waren das Zusammenstellen von theoretischen Unterrichtseinheiten sowie praktische Übungsblöcke in Anlehnung an die Ausbildungsleitfäden und Prüfungsfragen sowie Bewertungsbögen. Die praktische Übung war eine Personenrettung mit einer vierteiligen Steckleiter aus einem zweiten Obergeschoss. Die richtige Handhabung und Kommunikation, Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften, das richtige Besteigen der Leiter, der korrekte Ablauf einer Menschenrettung und das Zusammenarbeiten untereinander flossen in die Bewertung ein.

"Das wichtigste Augenmerk ist auf die Sicherheit in der Ausbildung zu legen. Nur so können unsere Nachwuchskräfte routinierte und vorbildliche Hilfe am Nächsten leisten", betonte Andreas Hohmann.

In Vertretung für Kreisbrandrat Andreas Wührl dankte Kreisbrandmeister Otto Braunreuther den Lehrkräften sowie allen Teilnehmern, die sich ehrenamtlich für Mitmenschen einsetzen sowie die Kameraden in den Feuerwehren ausbilden. Die Schulung endete mit der Übergabe der Teilnahmebestätigungen.

HintergrundBereits im Jahr 2015 begann ein Pilotprojekt "MTA im Kreisbrandmeisterbereich Tirschenreuth-Land 2/1". Damals beteiligten sich die Feuerwehren der Gemeinden Kemnath, Kulmain und Immenreuth erfolgreich am Basismodul. (mde)
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