Schwarzwild macht Jägern und Grundbesitzern Probleme
Drückjagden kein probates Mittel

Vermischtes
Kemnath
20.03.2016
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Waldeck. Beim Schwarzwild sehen Teile der Jagdgenossen rot: Diesbezüglich waren bei Vorsteher Hans Schrembs Beschwerden eingegangen. Darin fordern sie, das mehr geschossen werden müsse und die Jäger mehr Präsenz zeigen sollten.

In der Jagdversammlung mit -essen im Gasthaus Merkl musste sich deshalb Pächter Erwin Heindl rechtfertigen. Seitens der Waidmänner werde das Möglichste getan. Er könne aber nicht Tag und Nacht vor Ort sein. Die Wildschweine kämen zu den unmöglichsten Zeiten und seien unberechenbar. Als nicht sinnvoll erachtete er Drückjagden. Diese müssten bei der Unteren Jagdbehörde angemeldet werden und seien mit strengen Vorschriften, zum Beispiel eventuelle Sperrung von Straßen, verbunden.

Laut Heindl ist der Abschussplan erfüllt worden. Zur Strecke kamen zehn Rehe, neun Wildschweine (sechs in Godas und drei in Waldeck), acht Füchse, je ein Hase, Baummarder und Dachs, zwei Graureiher, vier Elstern und sechs Rabenkrähen. Dem Verkehr auf der B 22 fielen fünf Rehe und ein Wildschwein zum Opfer. Der zum 1. April 2015 in Kraft getretene Pachtvertrag laufe bis 31. März 2024. Heindl dankte seinen Mitjägern und Helfern sowie den Jagdgenossen von Waldeck und Godas.

Als sehr gut bewertete Schrembs die Zusammenarbeit mit der Stadt, insbesondere was das Ausputzen der Gräben und den Heckenschnitt an den Wegen angeht. In Godas sei daneben viel Selbsthilfe notwendig. Der Holzspalter sei ohne Schäden benutzt worden und habe sich zwischenzeitlich abbezahlt. Der Dank galt hier Bernhard Hofmann für die Verwaltung des Gerätes.

Mit dem Landratsamt sei eine Erfassung des Reviers nach Bewirtschaftungsflächen, Wald und Wiesen erfolgt, teilte der Vorsteher mit. Der Verbiss nehme zu, was sich bei Schäden im Laubwaldbestand zeige. Eine Änderung des Abschussplanes sei aber momentan nicht erforderlich. Durch Schwarzwild und im Bereich der Lettenmühle durch Biber seien einige Schäden angefallen. Ausbesserungen waren an den Wegen notwendig, der Kuhbergweg sei wieder voll befahrbar. Das Ausbesserungsmaterial werde langsam knapp, was die Einrichtung von Sammelstellen in Waldeck notwendig mache, erklärte Schrembs. In Godas sei in dieser Hinsicht alles geregelt.

Nachdem einige Jagdgenossen Ausbesserungsmaßnahmen angesprochen hatten, steht am Donnerstag, 7. April, eine Begehung und Begutachtung an. Für den Bereich Waldeck ist um 13 Uhr Treffpunkt am Flurbereinigungsstadel am Weg nach Hahneneggaten und für Godas um 14 Uhr am Glockenturm.

Für den verhinderten Kassier Alexander König trug Richard Fütterer einen zufriedenstellenden Bericht vor. Die Rücklagen für den Wegebau reichen aus, um in den nächsten Jahren notwendige Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Stadt umzusetzen. Hans Lukas, der mit Albert Kastner Kasse und Belege überprüft hatte, hatte keine Fehler festgestellt.
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