So ein Zirkus
Tiere, Clowns und Akrobaten

Ungewöhnliche Tierdressuren sind eine Spezialität des Zirkus-Direktors.
Vermischtes
Kemnath
25.04.2016
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"Manege frei im Circus Henry" hieß es am Wochenende auf dem Wiesenfestplatz in Kemnath. Spaß und Spannung boten Tiere, Clowns und Akrobaten. Bei der Premiere am Freitag stimmten zwei Familienmitglieder die leider recht wenigen Zuschauer mit flotter Live-Musik auf das Spektakel ein.

Auf eine mehr als 200-jährige Tradition kann das Familienunternehmen zurückblicken. Im aktuellen Programm verzauberten Künstler aus drei Generationen ihr Publikum. Jeder Akteur musste mehrmals auftreten und bei unterschiedlichen Kunststücken seine Vielseitigkeit und sein artistisches Können unter Beweis stellen. Georg Frank, der Chef der Familie, führte als Zirkusdirektor gekonnt durch das Programm.

Schlag auf Schlag folgten die Highlights. Zuerst staunten die Besucher über die Pferde, die nicht nur den Schneewalzer tanzen konnten, sondern auch den spanischen Schritt und den Hindernislauf im Takt der Musik beherrschten. Dann hatte der Zirkusdirektor seine liebe Not mit den Musikclowns. Atemberaubende Handstand-Balancen auf Pyramiden aus Gläsern und Stühlen führte Georg Frank vor. Die elfjährige Alicia, eine der jüngsten Schlangen-Akrobatinnen weltweit, steckte locker ihren Kopf rückwärts zwischen ihre Beine. Cowboy Lucky Luke zeigte mit seinem Pferd Jolly Jumper, wie weit man es bei einer Pferdedressur mit einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier bringen kann.

In der Pause der fast zweistündigen Show war Gelegenheit zum Besuch der Tierschau. Mit seinen vier jungen Friesen-Pferden hatte Albins Frank gleich zu Beginn des zweiten Teils seinen ersten Auftritt vor Publikum. Viel Beifall erhielt die junge Chantal für ihre Kunststücke mit den Hula-Hoop-Reifen. Waghalsige Artistik am Vertikalseil unter der Zirkuskuppel bot Nadine. Eine mitreißende Dressur hatte Juniorchef Georg Frank mit drei sibirischen Steppenkamelen und zwei ungarischen Steppenrindern einstudiert. Mit zehn tanzenden Tellern und sechs fliegenden Löffeln hielt Tempo-Jongleur Charly das Publikum in Atem. "Unser Zirkus muss leben, er darf niemals untergehn", rief Zirkusdirektor Frank beim Finale.

Kinder, die Lust auf Pony- und Pferdereiten hatten, kamen nach der Vorstellung auf ihre Kosten. Weitere Vorstellungen waren am Samstag um 16 Uhr sowie am Sonntag um 11 und um 15 Uhr. Dann zog der Familienzirkus weiter nach Oberviechtach.
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