Stadt kauft für 35000 Euro neue Schutzbekleidung für die Feuerwehr
Der richtige Stoff für Retter

Die Farbe der neuen Schutzbekleidung passt zur Drehleiter: Für 45 Aktive hat die Stadt Jacken und Hosen angeschafft, die Bürgermeister Werner Nickl (Dritter von links) an Vorsitzenden Roman Schäffler, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, Kommandant Peter Denz, dessen Stellvertreter Alfred Vogel sowie Florian Braunreuther und Marco Filbinger (von links) übergab. Bild: mde
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Kemnath
11.05.2016
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Rothelme gibt es bei den Feuerwehren schon lange nicht mehr. Mit der neuen Schutzbekleidung für die Kemnather Brandschützer hält diese Farbe jedoch wieder Einzug.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind mittlerweile neu eingekleidet. Die Gründe für eine Ersatzbeschaffung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) waren vielfältig. Alter und Verschleiß beeinträchtigten die Sicherheitswirkung der zwischen 1998 und 2006 gekauften Schutzhosen und -jacken.

Für 45 Aktive beschaffte die Stadt Kemnath nach einem Stadtratsentscheid den ersten Teil der neuen Schutzbekleidung. Rund 35 000 Euro ließ sich das Rathaus die Sicherheit der Floriansjünger und somit auch die Sicherheit der Bürger im Kemnather Land kosten. Der Ausschreibung ging eine eineinhalbjährige Markterforschungs- und Testphase unterschiedlicher Hersteller und Modelle voraus. Nach der Auswertung der Angebote fiel die Wahl auf den Feuerwehrschutzanzug "Swissguard" der Firma S-Gard.

Der neue Schutzanzug mit roter Jacke und schwarzer Hose verspricht mehr Komfort und vor allem mehr Sicherheit. Ein mehrlagiger Aufbau der Kleidungstücke, die sogenannte "Body-Language-Reflexbestreifung" sowie die Isolations- und Nässesperre "Gore-Tex-Fireblocker" setzen neue Maßstäbe. In der Jacke kann ein Gurtsystem integriert werden, das bei der Notfallrettung sowie Sicherung für einen festen Stand auf Leitern sorgt. Derzeit verwendet die Wehr hierfür noch einen Hakengurt.

Die neue schwarz-rote Schutzkleidung übergab nun Bürgermeister Werner Nickl offiziell an Kommandant Peter Denz, dessen Stellvertreter Alfred Vogel, die Gerätewarte Otto und Florian Braunreuther, Vorsitzenden Roman Schäffler sowie die Gerätewarte für Persönliche Schutzausrüstung, Marco Filbinger und Sebastian Zeitler. Als ehemaliger Feuerwehrler überzeugte sich Nickl gleich selbst von der Schutz- und Warnwirkung sowie dem Tragekomfort.

Mehrere Lagen für besseren SchutzDie Einsätze zur Brandbekämpfung sowohl im Innenangriff als auch mit der Drehleiter brachten es an den Tag: Die alten, einlagigen Einsatzhosen sowie die Überjacken "Bayern2000" genügten nicht mehr den Anforderungen.

Die Nässesperre und Membran der Jacken waren nicht mehr intakt. Auch der Schutz bei Unfällen durch die eigentlich reflektierende Warnwirkung war trotz pfleglichen Umgangs nicht mehr gewährleistet. Zudem erfüllten die hitzebeständigen Innenfutter nichtmehr ihren Zweck. Die Aktiven konnten daher Verbrennungen und Verbrühungen erleiden.

Bei rund 130 Einätzen sowie unzähligen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen hatten die Anzüge ihren Zweck bereits mehr als erfüllt.

Nach der Einstufung in die Gefährdungsbeurteilungsklassen nach den Vorschriften der Kommunalen Unfallversicherung Bayern mussten zudem Hosen für den Einsatz unter schwerem Atemschutz beschafft werden. Deren mehrlagiger Aufbau schützt vor Hitzeeinwirkung und direktem Kontakt mit Feuer. (mde)
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