Treffen der Energienetzwerk-Kommunen
Von Kemnath viel abschauen

Diplomingenieur Markus Weber (Vierter von rechts) erläuterte den Teilnehmern am Netzwerktreffen im Kemnather Rathaus das Energiedemonstrationsvorhaben der Stadt. Bild: stg
Vermischtes
Kemnath
29.09.2016
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Die beteiligten Kommunen aus ganz Bayern haben sich Energie-Effizienz auf die Fahne geschrieben. Das Netzwerktreffen am Dienstag im Kemnather Rathaus mit dem Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH) macht deutlich: Von Kemnath zu lernen lohnt sich.

Im November 2015 war das kommunale Energieeffizienznetzwerk mit dem IfE als Träger gestartet. Teilnehmer waren bisher die Städte Kemnath, Forchheim, Haßfurt, Neustadt an der Donau, Roth, Traunreut sowie Zirndorf, die Gemeinde Baar-Ebenhausen sowie die Märkte Feucht und Wolnzach. Beim Treffen im Sitzungssaal des Rathauses freute sich Professor Markus Brautsch, dass nunmehr auch die Städte Vohburg an der Donau sowie Geisenfeld dem Netzwerk beigetreten seien.

Das mittlerweile dritte moderierte Treffen diente dem Erfahrungsaustausch mit den anderen Netzwerkteilnehmern und der Besichtigung eines energietechnisch relevanten Projektes in der Kommune. "Man kann sich hier in Kemnath viel abschauen", stellte Brautsch fest. Viele Projekte seien bereits umgesetzt worden oder befänden sich in der Planung.

Bürgermeister Werner Nickl stellte den Vertretern der Kommunen - darunter der Forchheimer Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein - die Stadt Kemnath vor und ging dabei besonders auf die wirtschaftliche Entwicklung ein. Den anschließenden Fachvortrag zum Thema "Energiedemonstrationsvorhaben in der Stadt Kemnath" hielt Diplomingenieur Markus Weber vom IfE. Zunächst gab er einen Gesamtüberblick über die Stadt Kemnath inklusive des Energiedemonstrationsvorhabens und des Energienutzungsplans.

Ausführlich stellte er Beispiele umgesetzter Energie-Projekte vor - von der Kommune, aber auch in privater und genossenschaftlicher Federführung. Weber nannte unter anderem das Biogas-Blockheizkraftwerk und das Wärmenetz Schule, den Solarcarport, verschiedene Photovoltaikanlagen, das Wärmenetz Atzmannsberg, das Kemnather Energie-Magazin sowie das Energieeinspar-Förderprogramm. Bürgermeister Nickl ergänzte, dass das kommunale Energieeinspar-Förderprogramm ein großer Erfolg gewesen sei: Während der Laufzeit von drei Jahren seien 602 Anträge eingereicht und insgesamt 66 000 Euro ausbezahlt worden. Aktuell gebe es Überlegungen für eine Neuauflage, die um aktuelle Themen ergänzt werde (Bericht folgt) .
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