Über 60 Ausbildungsbetriebe präsentieren Förder-, Mittel- und Realschülern ihre Themen erlebbar ...
Ideenfabrik mit Event-Charakter

Vermischtes
Kemnath
09.10.2015
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Rosige Zeiten herrschen auf dem Arbeitsmarkt für Schulabgänger. Seit der ersten Ausbildungsmesse hat sich das Verhältnis von Arbeitsplätzen und Arbeitssuchenden grundlegend gewandelt. Waren vor ein paar Jahren Ausbildungsplätze heiß begehrt, so hat sich das Blatt jetzt gewendet. Viele Betriebe kämpfen um Azubis, betreiben intensiv Werbung für bestimmte Ausbildungsplätze und organisieren Schnupperkurse.

Die Ausbildungsmesse richtet sich an Schüler der Förder-, Mittel- und Realschule und Eltern. Ziel ist, möglichst allen jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Sie sollen den Beruf finden, der ihnen gefällt und für den sie am besten geeignet sind. Das muss nicht immer der ins Auge gefasste Traumberuf sein.

Perspektive aufzeigen

"Diese Messe soll jungen Menschen in der Region eine Orientierung bei der Berufswahl geben und ihnen eine Perspektive aufzeigen, dass sie in ihrer Heimat bleiben können", betont Projektleiter Martin Faget. Sie ist eine wesentliche Maßnahme gegen die drohende Abwanderung und den Verlust von Fachkräften in der Region.

In diesem Jahr soll der Event-Charakter eine noch größere Rolle spielen. An den Infoständen werden die Themen erlebbar gestaltet. Es werden viele aktuelle Berufsbilder präsentiert, denn in manchen Berufen hat sich in den vergangenen Jahren viel geändert.

Beitrag zur Inklusion

Die Messe sollte auch einen Beitrag zur Inklusion leisten, ganz besonders im Hinblick auf die wachsende Zahl von Asylanten. "Unsere Messe soll für beide Seiten eine Ideenfabrik sein", betont der Geschäftsführer Wirtschaftsförderung im Landkreis Tirschenreuth, Manfred Dietrich. "Der aktive Austausch zwischen Besuchern und Ausstellern muss auch heuer wieder im Vordergrund stehen."

Nach der Eröffnung um 9 Uhr können die Schüler mit ihren Eltern zum ausgeschilderten Rundgang durch die Klassen- und Fachräume der Realschule starten. In den kleinen Räumen sind fundierte Beratungsgespräche viel leichter zu führen als in der großen Mehrzweckhalle mit einem viel höheren Lärmpegel.

Mitglieder der Schülermitverwaltungen von Real- und Mittelschule sorgen in bewährter Weise für das leibliche Wohl der Gäste. Ganz bewusst werden auch heuer keine Schulbusse eingesetzt. Es hat sich bewährt, dass die Eltern ihre Kinder bringen, mit ihnen gemeinsam die Ausbildungsmesse besuchen und sich dort gezielt beraten lassen. Auf den Schulparkplätzen und dem Pausenhof stehen kostenlose Parkplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung. Selbstverständlich ist der Eintritt auch in diesem Jahr frei.

Auf der ersten Kemnather Ausbildungsmesse im Jahr 2008 waren 32 Aussteller vertreten, damals kamen rund 2000 Besucher. Heuer haben sich über 60 Aussteller angesagt und die Organisatoren erwarten über 3000 Besucher. Diese kommen nicht nur aus dem Landkreis Tirschenreuth, sondern auch aus den Landkreisen Neustadt/WN und Bayreuth.

Jährlicher Wechsel

Aus diesen drei Landkreisen kommen auch die Mädchen und Jungen in das Schulzentrum Kemnath mit über 1600 Schülern. Die Ausbildungsmesse findet in jährlichem Wechsel in der Mittel- und in der Realschule statt.
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