Überwinterung und Amerikanische Faulbrut Themen bei denBienenzüchtern
Ohne Imker sterben die Bienen

Hans Dötterl (rechts) aus Sassenhof referierte über das Thema "Bienensterben kann man verhindern". Bild: hrö
Vermischtes
Kemnath
14.11.2016
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Das Bienensterben kann verhindert werden. Davon ist Hans Dötterl über- zeugt. In der Jahreshauptversammlung der Kemnather Imker zeigt der Fachwart Wege und Möglich- keiten auf.

Kötzersdorf. Die Rettung der Insekten erfolge nicht nur mit Chemie, erklärte Dötterl im Landgasthaus Busch. Eine natürliche und fachgerechte Bewirtschaftung über das Jahr bringe auch gute Überwinterungserfolge. Ohne den Imker könnten Bienen heute nicht mehr überleben. Das Schwärmen, die Bildung von milbenfreien Ablegern und die totale Brutentnahme ergebe immer wieder varroafreie, vitale Völker mit jungen leistungsstarken Königinnen.

Für die Varroabehandlung mit Ameisensäure sei auf die günstigste Temperatur zu achten, die im Internet unter Varrorawetter zu finden ist, führte der Redner aus. Die Spätsommerpflege sei das A und O. Die Völker müssten gesund, stark und mit genügend Futter eingewintert werden. Drei Prozent Winterverluste seien normal. Lange kalte Winter machten den Insekten nichts aus, betonte der Experte.

In der abschließenden Diskussion beantworteten Vorsitzender Andreas Schultes und Kreisvorsitzender Hans Schön Fragen zur Betriebsnummer. Diese benötige laut der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, wer 2017 eine Förderung der Ameisensäure-Verdunster beantragt. In der Betriebsnummer sei auch die Bienenhaltung eingetragen, deren Meldung beim Landwirtschaftsamt nach der Bienenseuchenverordnung ohnehin Pflicht ist. Künftig müsse die Betriebsnummer auch in den Bestelllisten für die Varroa-Förderung eingetragen werden. Antragsformulare gibt es bei Schultes oder auf der Homepage des Kreisverbandes.

Das freiwillige Monitoring über die Amerikanische Faulbrut erregte die Gemüter besonders. Wichtig ist hier, dass alle Imker und auch alte Bienenstände registriert werden. Die Sporen können bis zu 30 Jahre überleben. Über das genaue Vorgehen werden die Mitglieder noch informiert.

Die Vereinsregularien und der reichhaltige Katalog der Veranstaltungen fanden großes Lob von den Mitgliedern. Neben den laufenden Stammtischen mit Fachvorträgen wurden im März erstmals die Bienenzüchter in der tschechischen Partnergemeinde Nepomuk besucht. Im Oktober folgte ein Treffen in Kemnath.

Im Frühjahr 2017 wird eine kleine Abordnung wieder nach Nepomuk fahren. Im März ist eine weitere Fahrt nach Slowenien geplant. Der Verein habe zurzeit 60 Mitglieder, berichtete Schultes. Zwölf Neumitglieder gingen aus dem Anfängerkurs hervor. Der Vorsitzende dankte allen für die hervorragende Zusammenarbeit.

Für den ausscheidenden Kassenwart wurde Andrea Stauber als Nachfolgerin gewählt. Den bisherigen Vorstandsmitgliedern Josef König und Norbert Wolf überreichte Schultes einen Geschenkkorb mit Gutschein, beim verhinderten Peter Weismeier wird er dies nachholen.
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