Unterstützung für die Pfarrei
Dr. Joseph Meenpuzhackal neuer Vikar in Kemnath

Pfarrgemeinderatssprecher Peter Daschner (rechts) stellte den neuen Vikar Dr. Joseph Meenpuzhackal den gläubigen Kemnathern vor. Bild: jzk
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Kemnath
09.09.2016
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Die katholische Pfarrei Kemnath hat seit September mit Pater Dr. Joseph Meenpuzhackal Unterstützung aus Indien. Zum Eingewöhnen in die fremde Stadt blieb ihm bislang aber keine Zeit, der Vikar musste sofort mit anpacken.

Auf Anweisung von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer soll der indische Geistliche Stadtpfarrer Konrad Amschl unter die Arme greifen. Da der Waldecker Pfarrer Heribert Stretz zusätzlich die Pfarrei Kastl übernehmen musste, wurde er von der Seelsorge im Kemnather Alten- und Pflegeheim und im Krankenhaus entbunden. Diese Aufgaben muss jetzt die Pfarrei Kemnath übernehmen. Da kam Meenpuzhackal wie gerufen.

"Sie schickt der Himmel", betonte Pfarrgemeinderatssprecher Peter Daschner. "Sie sind zum richtigen Zeitpunkt in unsere Pfarrei gekommen." Kurz zuvor war Pfarrer Konrad Amschl plötzlich schwer krank geworden und musste sich in den Krankenhäusern Kemnath und Weiden stationär behandeln lassen. Derzeit befindet er sich schon wieder auf dem Weg der Besserung.

Pater Joseph hatte deshalb jedoch nicht viel Zeit, um sich einzugewöhnen, sondern musste gleich Werktagsmessen, die Sonntagsgottesdienste, die Beerdigung von Erna Panzer, ein Taufgespräch und zwei Taufen übernehmen. "Ich freue mich auf meine neue Aufgabe", beteuerte er, als er sich den Gläubigen kurz vorstellte.

Seit August in Deutschland


Meenpuzhackal wurde am 27. April 1965 in Kerala, einem Bundesstaat im Südwesten Indiens geboren. Er hat zwei Schwestern und vier Brüder, von denen einer auch Priester ist. Nach der zehnten Klasse trat er in die Ordensgemeinschaft der Heiligen Therese von Lisieux ein. Nach dem Abitur und dem einjährigen Noviziat im Orden studierte er sechs Semester Philosophie in Varanasi in Nordindien. Anschließend kehrte er nach Kerala zurück, um sieben Semester Theologie zu studieren. Nach der Priesterweihe am 13. April 1994 wurde er zuerst Lehrer, dann Subregens und Regens am Priesterseminar. Im September 2000 kam er zum ersten Mal nach Deutschland.

In der Diözese Augsburg war er drei Jahre lang Kaplan in Burgheim im Dekanat Neuburg-Schrobenhausen. In dieser Zeit bereitete er sich auf die zweite Dienstprüfung vor. Als er Pfarradministrator in der Pfarreigemeinschaft Willprechtszell im Dekanat Aichach-Friedberg war, begann er sein Promotionsstudium an der Universität Augsburg. Im Oktober 2004 kam er an die Akademia Alfonsinum in Rom. Im März 2009 promovierte er. Anschließend ging er zurück nach Indien, wo er in Kerala Prior in einem Kloster und Betreuer in einem Kinderheim wurde.

Am 25. August 2016 kehrte er nach Deutschland zurück. Seit 31. August ist er nun in Kemnath. Von seinem neuen Wirkungsort hat der Vikar einen positiven Eindruck: "Die Pfarrei ist eine lebendige Gemeinden."
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