US-Ärzte bilden sich am Kemnather Krankenhaus weiter
Schulterklopfen für OP-Methode

Amerikanische Ärzte schauten Dr. Wolfgang Gruber am Krankenhaus in Kemnath über die Schulter, um sich über neueste Operationsmöglichkeiten zu informieren. Bild: Kliniken Nordoberpfalz AG
Vermischtes
Kemnath
13.10.2016
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Besuch aus Übersee bei der Kliniken Nordoberpfalz AG: Aus den USA kamen sowohl Entwickler als auch Ärzte zu Besuch ins Krankenhaus Kemnath. Von Dr. Wolfgang Gruber vom MedCenter Bayreuth ließen sie sich über die Implantation von inversen Schulterprothesen informieren. Auch gab er ihnen Hinweise für die Weiterentwicklung, aber auch die Operation mit auf den Weg.

"Die inverse Schulterprothese wird bei einem nicht mehr wiederherstellbaren Sehnenriss oder dem Totalverlust der Sehnen am Schultergelenk, meist von einer schweren Arthrose begleitet, implantiert", berichtete Dr. Gruber. Der Kopf des künstlichen Gelenks befinde sich da, wo sonst die Pfanne liege. Die Gelenkpfanne werde auf den Oberarm-Schaft implantiert. Dadurch könne die Schulter allein über den Schulterkappenmuskel bewegt werden, die kaputten Sehnen würden dafür nicht mehr benötigt.

"Die Besonderheit des Prothesentyps liegt darin, dass sofort nach der Operation mit der aktiven Bewegung begonnen wird", erklärte Gruber seinen amerikanischen Kollegen. Auch eine Reha-Maßnahme könne gleich an den Krankenhausaufenthalt anschließen. Die vollständige Bewegungsfähigkeit werde in der Regel nach sechs Wochen erreicht.

Seit Jahren kommen bereits regelmäßig Operateure aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, um bei diesen Operationen zu hospitieren. Das MedCenter war an der Entwicklung der neuesten Prothesengeneration in einer Arbeitsgruppe mit den Universitätskliniken München, Mannheim, Heidelberg und Zürich beteiligt.
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