Verhaltenstraining im Brandfall
Feuer und Rauch - Kühlen Kopf bewahren

Die Oberpfälzer Brandschützer bereiten sich vor dem Brandhaus auf den Innenangriff unter Atemschutz vor. Besonders wichtig, die Schlauchreserve. Bild: mde
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Kemnath
15.07.2016
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Wer anderen in Notsituationen hilft, muss nicht nur Leistungsprüfungen und Standortübungen absolvieren, um darauf vorbereitet zu sein. Es erfordert auch eine sehr gute körperliche Verfassung, um bei der Brandbekämpfung einen kühlen Kopf zu bewahren.

Kastl/Waldeck/Würzburg . (mde) Atemschutzgeräteträger könnte man mitunter als die wichtigsten Feuerwehrler bezeichnen. Sie gehen da rein, wo andere raus rennen, retten Menschen aus verqualmten Häusern und löschen Brände dort, wo ihnen ohne Pressluftatmer und Maske die Luft wegbleiben würde. Bei der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg besuchten Andreas Ackermann und Stefan Weidner von der Feuerwehr Kastl sowie Daniel Merkl und Michael Pinzer von den Waldecker Brandschützern einen zweitägigen Lehrgang "Verhaltenstraining im Brandfall"

Neben einem theoretischen Unterricht, in dem es um den Umgang mit Stresssituationen und das richtige Vorgehen ging, widmete sich der praktische Teil dem richtigen Verlegen des Schlauches und der "gebückten Gangart" in verrauchten und unbekannten Gebäuden. In der gasbefeuerten Brandübungsanlage, dem sogenannten Brandhaus, zündeten die Lehrkräfte per Knopfdruck verschiedene Brandstellen. Dort mussten die Teilnehmer ihr einsatztaktisches Können unter Beweis stellen.

"Was extrem war, waren die körperliche Belastung und das Schwitzen", berichtete Daniel Merkl. Gut sei ihnen das Schlauchmanagment, die richtige Wahl, ob Rollschlauch, Tragekorb oder Schlauchpaket, sowie Verlegungsarten erklärt worden. "Am besten funktionierte es mit dem Schlauchpaket", meinte Merkl.

Ein Fehlverhalten beim Einsatz in Feuer, Hitze und Rauch kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Alle Teilnehmer empfanden daher das Verhaltenstraining als sehr lehrreich.
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