Waidmännische Tradition
Hegeschau in Kemnath

Vermischtes
Kemnath
21.04.2016
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Einmal im Jahr besprechen die Waidmänner bei der amtlich vorgeschriebenen Hegeschau die Jagdstrecke. Jeder Hegering legt dabei offen, wie viel von welcher Tierart im abgelaufenen Jagdjahr "der Wildbahn entnommen wurde". Das Jagdhornbläsercorps "Hohes Fichtelgebirge im Jagdverband Kemnath" eröffnete und umrahmte die Jahreshauptversammlung mit seinen Parforcehörnern..

Dr. vet. Wolfgang Schinner, der Vorsitzende des Jagdverbandes Kemnath sprach im Foyer der Mehrzweckhalle in seinem Jahresrückblick auch über die in der Leber von Wildschweinen gefundenen Larven des Fuchsbandwurms. Solches Wild werde aus Sicherheitsgründen nicht in den Verkehr gebracht. Das Aufbrechen dürfe nur bei gutem Licht ausgeführt werden, damit die sorgfältige Fleischbeschau durch den Jäger gemacht werden könne. Auffälligkeiten sind dem Tierarzt mit den vorgeschriebenen Proben für die Trichinenschau mitzuteilen. Vorsicht ist auch durch das immer häufigere Auftreten der Aujektschen Krankheit bei Sauen geboten. Die für Menschen ungefährliche sogenannte Pseudowut ist für Hunde tödlich.

Hundeobmann Hubert Mühlhofer berichtete über den erfolgreichen Vorbereitungskurs für die Brauchbarkeitsprüfung der Jagdhunde. Allen acht Vierbeinern konnte die jagdliche Brauchbarkeit bescheinigt werden. Neuanmeldungen für 2016 sind bei Hubert Mühlhofer, Telefon 09642/8115, noch möglich. Lehrgangsbeginn ist der 8. Mai, voraussichtlicher Prüfungstermin der 10. September.

Naturschutzreferent Hans Rösch forderte die Anwesenden erneut auf, eine intensive Zählung der Rebhuhn- und Hasenbestände ins Auge zu fassen. Formblätter dafür finde man im Internet unter "Wildtier Informationssystem der Länder".

Rösch erklärte, aus Altersgründen bei der nächsten Wahl nicht mehr anzutreten. 2016 werde es, wenn sich kein Nachfolger finde, keine Herbstbestellung für Sträucher und Obstbäume geben. Im Anschluss stellten die Hegeringleiter die Streckenlisten vor. Beim Schwarzwild war ein leichter Rückgang zu bemerken. Die vorgeschriebenen Schalenwildabschüsse wurden erfüllt. Auffallen war der starke Anstieg der Schwarzwildstecke auf 367 Stück im Jagdjahr 2015/16.

Nach jagdlicher Tradition wurde jede erlegte Wildart mit dem dazu bestimmten Signal verblasen. Mit den Signal "Jagd vorbei, Halali" wurde der offizielle Teil der Versammlung von Dr. Wolfgang Schinner geschlossen.
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