Waldecker Gläubige feiern Fronleichnamsfest
Liebe Gottes erkennen

An insgesamt drei Älteren im Markt las Pfarrer Heribert Stretz die Evangelien. Bild: hl
Vermischtes
Kemnath
30.05.2016
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Farbenprächtig präsentierten sich der Untere und Obere Markt zur Fronleichnamsprozession. Die Anwohner hatten die Orts- und Bayernfahnen aufgehängt, die drei Altäre waren mit Blumenteppichen geschmückt. Und auch das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite.

Waldeck. Vor der Prozession waren die Vereine der Pfarrei mit ihren Fahnen in die Pfarrkirche eingezogen. Getreu dem Motto des 100. Deutschen Katholikentages "Seht, da ist der Mensch" sollen die Christen an Fronleichnam auf den Herrn in der Eucharistie schauen und im Brot die barmherzige Liebe Gottes erkennen, der sich für uns hingegeben habe, sagte Pfarrer Heribert Stretz zu Beginn des Festgottesdienstes.

Christus begleite die Gläubigen in der Gestalt des Brotes durch die Straßen des Marktes, erklärte er in der Predigt. Seit der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil werde am Fronleichnamsfest nicht nur das Hochfest des Leibes, sondern auch des Blutes Christi gefeiert. Denn beides gehöre zusammen. So wie Jesus als das Brot des Lebens für uns da sei und uns auf dem Weg des Lebens stärke, so sollten wir für andere da sein und ihnen durch Werke der Barmherzigkeit Bestand anbieten. Papst Franziskus, so der Pfarrer, erinnere in seinem Apostolischen Schreiben "Amoris laetitia" an den Apostel Paulus, der im 1. Korintherbrief geschrieben habe: "Wer sich dem Leib und dem Blut Christi nähert, kann nicht zugleich diesen selben Leib beleidigen, in dem er unter seinen Gliedern empörende Trennungen und Diskriminierungen vollzieht."

Im Mai sollte man besonders auf die Gottesmutter Maria blicken, die zum Heilsplan Gottes Ja gesagt habe. Sie möge durch ihre Fürbitte bei Gott erwirken, dass der Glaube an den Erlöser und Heiland vermehrt und die Hoffnung auf ihn gestärkt werde.

Nach dem Festgottesdienst ging die Fronleichnamsprozession, angeführt von der Blasmusik unter der Leitung von Veronika Krauß und den Vereinen, durch den Unteren und Oberen Markt. An den Altären bei den Anwesen der Familien Hofmann, Zintl und Merkl wurden Evangelien gelesen. Der Kirchenchor unter Leitung von Klaus Wegmann, der schon den Festgottesdienst musikalisch mitgestaltet hatte, sang Lieder zur Aussetzung.

Als Lektorin fungierte Dagmar König, als Kantor Klaus Wegmann. Juliane Busch an der Orgel und Beate Zehrer mit der Gitarre unterstützten den Chor in der Pfarrkirche. Das vierte Evangelium wurde in der Kirche gelesen.

Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Stretz besonders bei den Köglitzer Frauen und Männern, die vor der Pfarrkirche und den drei Altären herrliche Blumenteppiche gelegt hatten. Den Traghimmel, unter dem Pfarrer Stretz die Monstranz trug, begleiteten die Kommunion-, Kindergartenkinder, Firmlinge und Schulkinder.
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