Wanderwart moniert Fäkalien an der Ägidiuskapelle und beschädigte Markierungen
Schimpf schimpft über Schafe

Wanderwart Uwe Schimpf. Bild: hl
Vermischtes
Kemnath
16.02.2016
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Waldeck. Jeder Pfarrer freut sich über viele Schäfchen in seinem Gotteshaus. Nicht so "Opa Eule", sprich Uwe Schimpf, wenn es tatsächlich Schafe und Ziegen sind, die der Ägidiuskapelle oder der Burgruine auf dem Schlossberg zu nahe kommen. Beide seien immer wieder mit Fäkalien dieser Tiere verschmutzt. Die Elektrozäune reichten nicht aus, um sie fernzuhalten, berichtete der Wanderwart in der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Kulturvereins (HuK). Und das war nicht die einzige Nachricht.

Schriftplatte gestohlen


So hat Schimpf bei Markierungen und an Hinweispfählen mutwillige Beschädigungen entdeckt. Eine Schriftplatte aus Eisen an der Stele 15 des Marterlwegs um die Burg war herausgerissen und im Juni dann sogar gestohlen worden. Unbekannte haben zudem auf dem Rundweg einen Pfahl mit mehreren Tafeln niedergetreten. Nachforschungen hätten kein Ergebnis gebracht, bedauerte der Wanderwart. Er bat deshalb alle Waldecker und Wanderer, entsprechende Beobachtungen sofort zu melden, damit die Täter belangt werden könnten. Der Redner stellte ebenso die Frage, warum Mountainbiker bis zum Burgfried hochfahren müssten. Wenn sich viele Besucher in der Burgruine aufhielten, sollten Hunde unbedingt an der Leine geführt werden, appelliert er an die Halter.

Schimpf ging aber auch auf die Aktivitäten des HuK und den Besuch von auswärtigen Gruppen und Wanderfreunden ein. Anfang April war der Hauptverein des Oberpfälzer Waldvereins (OWV) zu Gast. Dessen Karfreitagswanderung hatte den Marterlweg als Ziel. Ebenfalls im April testete eine Abordnung der Bundeswehr auf dem Schlossberg ihre Peilgeräte. Auch Geologiestudenten der Uni Erlangen waren wieder zu Gast.

Anfang Mai besuchten Familien-Urlauber aus Leipzig die Ruine und den Marterlweg mit kleinen Kindern. Eine HuK-Abordnung beteiligte sich in Vohenstrauß an der OWV- Jahrestagung und der Wanderung auf dem Pfalzgraf-Friedrich-Weg.

Schimpf streifte auch den Guss und die Weihe der Glocke in der Ägidius-Kapelle. Die Vorbereitungen dafür und die Festtage seien für alle Helfer und Mitarbeiter ein großes Ereignis gewesen.

Am europaweiten Denkmaltag bot der HuK auf dem Schlossberg Führungen an. Weiter waren im September eine OWV-Gruppe und Schulkinder auf der Burg. Schließlich stellte Schimpf noch heraus, dass er die Wanderwege im Bereich des HuK in regelmäßigen Abständen überprüfe. Er dankte allen, die ihm dabei zur Seite stehen.
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