Wegweiser für Absolventen der Realschule
Mittlere Reife bietet vielfältige Berufs- und Bildungsmöglichkeiten

Realschulkonrektor Holger König informierte die Neuntklässler und ihre Eltern über ihre schulischen und beruflichen Möglichkeiten nach dem Realschulabschluss. Bild: jzk
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Kemnath
29.01.2016
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Die Eltern sieht Berufsberater Richard Zentner als wichtigsten Partner bei der Berufswahl ihrer Kinder. Sie könnten deren Stärken und Schwächen am besten einschätzen. Auch berufsbezogene Praktika, das mobile Berufsinformationszentrum, Freunde, Bekannte und Lehrer spielten eine wichtige Rolle beim Berufsfindungsprozess, erklärte Zentner.

Ihn hatte die Realschule zum Informationsveranstaltung für die Neuntklässler als Referenten in die Turnhalle eingeladen. Der Abend war zugleich die Auftaktveranstaltung für das Berufswahlseminar der neunten Klassen vom 25. bis zum 29. Januar.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Weiden bietet laut Zentner Orientierung, Information, Beratung, Vermittlung in Ausbildungsstellen und finanzielle Hilfen durch Übernahme von Bewerbungs- und Reisekosten an. "Informieren, entscheiden und bewerben sind die drei Grundpfeiler für eine gezielte Berufsfindung."

Abschließend ging Zentner auf den regionalen Ausbildungsstellenmarkt und die Entwicklung der Lehrstellensituation ein. So habe sich das Verhältnis zwischen den Bewerbern und den Stellen immer mehr zugunsten der Auszubildenden verschoben. Die Chancen für Schulabsolventen seien derzeit sehr gut. In der Region Weiden habe es im Vorjahr 1996 Stellenangebote gegeben, aber nur 1608 Bewerber.

Die Möglichkeiten mit einem mittleren Bildungsabschluss lotete Realschulkonrektor Holger König aus. Damit könnten Realschulabsolventen eine Ausbildung in einem Betrieb oder im öffentlichen Dienst beginnen (duales System) oder eine weiterführende Schule besuchen. Mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation besprach er das Schulprofil, die Aufnahmevoraussetzungen, Dauer und Abschlüsse von Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachoberschulen (FOS), Berufsoberschulen (BOS), Fachschulen und Fachakademien.

"Realschülern stehen alle Bildungswege offen", betonte er. Sogar ein Studium an einer Universität sei möglich, wenn vorher die allgemeine Hochschulreife erworben werde.
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