Wehren stoßen langsam an ihre Grenzen
Aufgaben kaum noch zu leisten

Kreisbrandmeister Alois Schindler. Bild: hl
Vermischtes
Kemnath
17.03.2016
30
0

Waldeck. Den Feuerwehren werden zunehmend Aufgaben übertragen, die nicht unbedingt ihrem eigentlichen Sinn entsprechen. Das stellte Kreisbrandmeister Alois Schindler in der Jahreshauptversammlung der Waldecker Brandschützer (wir berichteten) fest. Als Beispiele nannte er besonders Unwetter- und Ölspureinsätze.

Dies alles unentgeltlich und ehrenamtlich zu leisten, sei kaum noch möglich. Hier müssten sich auch Kommunen und Staat ernsthaft Gedanken machen. Die Feuerwehren übernähmen solche Tätigkeiten zwar weiterhin, sie stoßen langsam aber an ihre Grenzen. Von den 30 000 Einsatzstunden der Aktiven auf Landkreisebene (bei rund 1700 Alarmierungen) entfielen immer mehr auf Sicherheitswachen.

Schindler ging auch auf die Jugendarbeit. Die derzeit vielerorts entstehenden Kinderfeuerwehren werden von den Mädchen und Buben begeistert angenommen. Kleinere Wehren sollten versuchen, diese Entwicklung vereinsübergreifend aufzugreifen. Abschließend dankte er den ausscheidenden Kommandanten Uwe Libowsky und Peter Köstler für ihre langjährige Dienstzeit. Den Nachfolgern bot er seine Unterstützung an.

16 Einsätze


Zweiter Kommandant Köstler, der für den erkrankten Libowsky sprach, berichtete von 16 Einsätzen im Vorjahr, wobei 246 Einsatzstunden anfielen. Je einmal brannten ein Getreidefeld, ein Container und ein Traktor. Die acht technischen Hilfsleistungen gliederten sich in vier Ölspurbeseitigungen, zwei Verkehrsunfälle und einen Unwettereinsatz auf. Für einen Notfall musste der Landeplatz für den Rettungshubschrauber auf dem Sportplatz ausgeleuchtet werden. Sicherheitswachen waren fünfmal nötig. Besonders merkte Köstler an, dass der Waldecker Faschingszug ohne die acht Wehren des Kreisbrandmeister-Bezirks Alois Schindler nicht zu stemmen wäre. 66 Aktive waren dabei 162 Stunden im Einsatz.

Weiter standen sieben Übungen und eine Großübung auf dem Siemensgelände an. Atemschutzträger absolvierten dreimal die Pflichtübungen auf der Strecke in Tirschenreuth. Im Januar war ein Schulungsabend zur Handhabung der neuen Digitalfunkgeräte. Diese sind ausgeliefert und haben sich bereits beim Faschingszug bewährt. Köstler und Libowsky beteiligten sich an mehreren Sonderschulungen für den Digitalfunk, den Kommandanten-Besprechungen und der Frühjahrsschulung, an der Herbstdienstversammlung sowie der Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes.

Köstlers Dank galt Gerätewart Michael Pinzer, Jugendwart Hans Birkner und Atemschutzgerätewart Siegfried Fütterer für ihre sehr gute Arbeit. Ebenso Libowsky, Bürgermeister Werner Nickl und den Kameraden für die Zusammenarbeit und Unterstützung.

Verstärkung für Jugend


Jugendwart Hans Birkner hatte 15 Übungen für die derzeit vier Jugendlichen gezählt. Im laufenden Jahr erwartet er noch weiteren Zulauf. Beim Jugendleistungsmarsch in Guttenberg belegte die Truppe den 8. von 21 Plätzen. Beim Wissenstest in Atzmannsberg haben die Anwärter Christina Hofmann und Emanuel Merkl die Stufe 2 sowie Franziska Hautmann die Stufe 1 absolviert. Für 2016 kündigte Birkner Übungen am Projekt, eine Jugendleistungsprüfung, ein gemischtes Leistungsabzeichen sowie Lehrgänge auf Verbandsebene an. Er dankte seiner Vertreterin Angelika Karl sowie den Betreuern und bat, Werbung für die Jugendarbeit zu machen.

Gerätewart Michael Pinzer hat mit Mario Wegmann die Elektroprüfung vorgenommen. Das LF 10/6 fuhr 716 Kilometer, die Heckpumpe lief 4, das Stromaggregat 1,5 und die TS 8/8 2,5 Stunden. Sein Dank galt den Helfern Emanuel Merkl, Tobias Vogl, Uwe Libowsky junior und Markus Prechtl. Atemschutzwart Siegfried Fütterer, den Bernhard Hofmann immer unterstützt hat, appellierte an die Atemschutzgeräteträger, die G26-Untersuchung auffrischen zu lassen.

Georg Wagner, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, dankte für die Unterstützung beim Glockenguss und der Glockenweihe, dritter WCV-Präsident Michael Pinzer für die großartige Hilfe beim 44. Faschingszug.

TermineDas Frühlingsfest findet am 7./8. Mai an und im Gerätehaus statt, das Johannisfeuer brennt am 25. Juni. Weiter plant die Wehr einen Dreitagesausflug nach Düsseldorf. Die Reise von Freitag bis Sonntag kostet rund 200 Euro und enthält neben der Fahrt zwei Übernachtungen mit Frühstück in einem 4-Sterne-Hotel. Der Termin steht noch nicht fest. Das endgültige Programm wird derzeit erstellt und in der Bäckerei Reichenberger sowie im Gasthaus Schrembs ausgelegt. (hl)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.