Weidmänner tagen
Guttenberger Revier in guten Händen

Vermischtes
Kemnath
04.04.2016
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Guttenberg. Zur Jagdversammlung hatte Jagdvorsteher Hans Reindl eingeladen. Er skizzierte das vergangene Jahr als ruhig und ging insbesondere auf die Ausbesserung von Wegen ein. Im Ascha sei festzustellen, dass das Wasser nach der Sanierung vor zwei Jahren gut ablaufen könne. Der weitere Fortgang wird beobachtet. Das Putzen von Gräben war nicht erforderlich, da auch von den Jagdgenossen keine Vorschläge in dieser Richtung kamen.

Es wurden von den sieben Weidezaungeräten sechs eingesetzt. Material zum Ausbessern kleinerer Schäden an Wegen steht im alten Steinbruch in Guttenberg zur Verfügung. Das Verbissgutachten wurde 2015 erstellt und ist vertretbar, so dass der Abschussplan gleichgeblieben ist. Die Jagdgenossenschaft will auch an der reviernahen Erfassung in Zukunft teilnehmen.

Reindl sprach auch den Wegebau im Rahmen der Steinwaldallianz an. Zwei Maßnahmen sollen im Bereich der Stadt Kemnath 2017 gefördert werden. Betroffen ist die Verbindungsstraße von Bingarten zur Kreisstraße. Die Mittel aus dem ALE-Verfahren "Kernwegenetz" laufen spärlich und so wird kaum eine Maßnahme umgesetzt.

Die Untere Jagdbehörde fordert für den Abschussplan 2016 eine verbindliche Angabe der Jagdgenossenschaft für die Gesamtfläche. Die Angaben aus dem Jagdkataster sollen entsprechend angepasst werden. Ein digitaler Jagdkataster wird seitens der Jagdgenossenschaft als nicht notwendig erachtet.

Bezüglich der Verwendung des Jagdpachtschillings werden 2000 Euro für den Wegebau zurückgelegt und ein Weidezaungerät, wenn der Bedarf dafür besteht, angeschafft. Die favorisierte Wildschadenversicherung ist nicht zustande gekommen. An Wegebaumaßnahmen sind der Weg am Berg in Guttenberg und am Hard in Schweißenreuth vorgesehen. Die Planung durch die Stadt ist erfolgt. Die Kosten belaufen sich auf 3600 bis 3300 Euro und die Zusage der Stadt auf Übernahme der Kosten von 50 Prozent liegt vor.

Jagdpächter Rainer Bayer berichtete, dass der Abschussplan beim Rehwild mit 19 Stück erfüllt wurde. Beim Raubwild wurden 18 Füchse, zwei Marder und ein Dachs erlegt. Außerdem konnten 15 Krähen und vier Eichelhäher zur Strecke gebracht und beim Schwarzwild konnten 24 Sauen, darunter zwei Frischlinge erlegt werden. Ein Keiler fiel dem Verkehr zum Opfer. Der Abschuss in diesem Bereich war noch höher als im vergangenen Jahr. Die verwertbaren Sauen wurden auf den Becquerel-Gehalt untersucht. Bei zwei war eine Überschreitung des Grenzwertes von 600 festzustellen.

Bayer hatte bereits in der vergangenen Jagdversammlung darauf hingewiesen, dass er versuchen werde, einen möglichen Ersatz für den verstorbenen Kollegen Udo Heine zu finden. An seine Mitjäger Andreas Eberl und Peter Götzl habe er die zwei Begehungsscheine ausgestellt.

Zum Schluss seiner Ausführungen zeigt der Jagdpächter noch einige Bilder aus dem vergangenen Jagdjahr aus dem Revier, die von drei Wildkameras aufgenommen wurden. Außerdem stellte er den "Schwarzwildring Hessenreuther Wald und Umgebung" vor.
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