Wetter gestaltet Programm mit
Letztes Wirtshaussingen des Jahres

Siegried Zaus (Geige), Hans Liedtke und Inge Dötsch (beide Gitarre, von links) bildeten spontan ein Terzett. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
11.12.2015
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Kaum fassen konnte der große Saal im Landgasthof Busch die vielen Volksmusikfreunde, die zum letzten Wirtshaussingen des Jahres gekommen waren. "Leise rieselt der Schnee" und "Schneeflöckchen, Weißröckchen" erklangen dabei allerdings nicht: Wegen der milden Witterung verzichteten die Musiker darauf.

Kötzersdorf/Eschenbach. Mit "Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht", "Wenn die Augen schlafen und die Seele wacht", "Von den hohen Himmelshügeln" und "Weihnachten steht vor der Tür" stimmten die Kemnather Sängerinnen alle auf die Veranstaltung ein. Roland Küffner begleitete sie auf seinem Akkordeon. Zwischendurch trug Sieglinde Wick das Gedicht "Die stillen Tage" und die Geschichte "Der Ochsenwirt" vor.

Nikolaus ehrt treue Musiker


In Gestalt von Marie Prechtl, einer Enkelin von Sängerin Monika Fink, erschien der Nikolaus mit den Engeln Sophia Sporrer und Anna Wöhrl. Und er wusste, wer die fleißigsten Musikanten des Jahres waren: Roland Küffner aus Windischenlaibach, Rudi Fink aus Kemnath und Manfred Döllinger aus Neukirchen bei Weiden.

Ein Lob erhielten auch Josef Sturm, die Coupletsänger Herbert Diesner und Josef Kämpf, Siegfried Zaus, Rudolf Fink, Martin Kimich, Werner Matt, Stefan Klinkhammer, Heribert Schmidt, Sieglinde Wick und Josef Zaglmann. Für Monika Fink hatte er ein Sonderlob parat. "Ohne sie würde es das Wirtshaussingen gar nicht geben." Nach 17 Jahren sei sie immer noch vor jedem Treffen aufgeregt. Bevor sich der Heilige verabschiedete, ließ er seine Englein Geschenke verteilen. Mit fünf Zithern, einem Hackbrett und einer Gitarre trat "D'Saitenmusik Vierstädtedreieck" zum ersten Mal beim Wirtshaussingen auf. Unter der Leitung von Inge Dötsch trug sie "Stad is", "A Gitarrenstund", "Alle Jahr um döi Zeit" und den "Stuben-Steirischen" vor.

Manfred Döllinger spielte auf dem Akkordeon ein Weihnachtslieder-Potpourri, Herbert Storek den "Andachtsjodler" und das Wiegenlied "Aber heidschi bumbeidschi". Dieter Paulus begleitete ihn mit seiner Original Zillertaler "Ratschn". Mit dem "Lautenbacher Ländler" und einem Menuett trugen Geiger Siegfried Zaus und Gitarrist Hans Liedtke zur adventlichen Stimmung bei. Martin Kimich entlockte seiner Silberbach-Harmonika ein Bauernmenuett. Mit den Harmonikaspielern Rudolf Fink, Werner Matt und Roland Küffner bildete er bei "Es wird scho glei dumpa" und "Süßer die Glocken nie klingen" ein Quartett.

"Quetschn" und Zither


"Kling, Glöckchen klingelingeling", "O Tannenbaum" und andere bekannte Weihnachtslieder waren die Wunschmelodien der Gäste. Die "Quetschnspieler" begleiteten den Gesang, Siegfried Zaus und die Zitherspieler spielten bei altbekannten Liedern wie "Es wird scho glei dumpa" oder "O Tannenbaum" die Melodiestimme mit. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied "Still, still, weil's Kindlein schlafen will" war es Zeit zum Aufbruch.
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