Wilhelm Popp hört als MMC-Obmann auf
Noch kein Obmann in Sicht

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Kemnath
18.11.2016
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Zwei Mal im Jahr lädt die Marianische Männercongregation zum Pfarrkonvent im Pfarrheim ein. Am Dienstag könnte dies der letzte Termin der Gemeinschaft sein.

Obmann Wilhelm Popp mag nicht mehr. 16 Jahre an der Spitze seien genug, erklärt der Kemnather auf Nachfrage. Auf die Gründe möchte er nicht eingehen, nur soviel: "Es gab keinen Streit." Schon vor vier Jahre hatte er an einen Rückzug vom Amt gedacht. Damals habe er sich noch einmal breitschlagen lassen.

Somit würde es am 22. November (Beginn um 19.45 Uhr) jedenfalls personelle Veränderungen bei der Marianischen Männercongregation (MMC) geben. Das Problem ist jedoch, dass für Wilhelm Popp kein Nachfolger in Sicht ist. Bliebe sein Posten unbesetzt, wäre dies das Ende der Gemeinschaft der derzeit 35 Kemnather Sodalen.

Anfang November habe er sich mit seinen Stellvertretern und Pfarrer Konrad Amschl deshalb zusammengesetzt, berichtet der 66-Jährige. Eine Lösung hat sich aber nicht abgezeichnet. Alle hätten jedoch den Willen bekundet, dass die MMC weiterbestehen soll. Daher werden Popp und Seelsorger beim Pfarrkonvent nochmals eindringlich an die Mitglieder appellieren, sich einen Ruck zu geben und den "Job" zu übernehmen, zumal die Tätigkeiten überschaubar seien.

"Die meiste Arbeit hat Bezirksobmann Max Pravida", meint Popp. Der Pressather organisiere stets die Wallfahrten und Andachten für den Bezirk Armesberg. Für ihn selbst bleibe in der Regel nur die Vorbereitung der beiden Pfarrkonvente in Kemnath und Geburtstagsbesuche, auch wenn er sich wünsche, dass diese Termine auf mehrere Schultern verteilt würden. Die MMC sei so kein großer Verein wie der SVSW ("Das ist eine andere Hausnummer") und habe auch nur ein paar Euro auf die Seite gelegt.

Popp würde das Aus der Pfarrgruppe nach über 60 Jahren bedauern. Zu Beginn sei sie nur ein loser Zusammenschluss gewesen. Erst vor etwa 20 Jahren habe seinen Vorgänger Alfred Völkl aus Kulmain, der zugleich der dortige Obmann war, begonnen "eine Struktur in die Gemeinschaft zu bringen". Dieser habe damals auch die Fahne anschaffen lassen.

Sollte nächste Woche die Auflösung beschlossen werden, werde das Banner in der Pfarrei bleiben, betont Popp, "denn vielleicht tut sich da irgendwann mal wieder was". Vom Guthaben "könnte man eine Spende machen", der Rest werde an die Hauptcongregation in Regensburg überwiesen. Von dort aus könnten die Kemnather Sodalen als Einzelmitglieder geführt werden. Sie könnten sich aber auch einer der umliegenden MMCs in Pressath, Kulmain, Mockersdorf oder Haidenaab-Göppmannsbühl anschließen.

Popp selbst will ein Sodale bleiben. Er würde Pravida weiterhin unterstützen, "zum Beispiel als Schriftführer im Hintergrund".
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