Wirtshaussingen beim "Schinner"
Mit Akkordeon und Teufelsgeige

"Beim Schinner" trat Monika Fink zusammen mit Herbert Storek (Mitte) als Harmonikaspielerin auf. Bruno Primann (rechts) unterstützte sie rhythmisch mit seiner Teufelsgeige. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
18.05.2016
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"Die altn Leit", "An Sprung übers Graberl" und "Der alte Schäfer" waren drei Lieder, die Monika Fink und Sieglinde beim Wirtshaussingen vortrugen. Ihr Akkordeonbegleiter Roland Küffner hatte mit ihnen das Heimatlied "As kloane Bacherl" einstudiert.

Nach der Winterzeit trafen sich die Sänger und Musikanten "Beim Schinner" nicht mehr an einem Sonntagnachmittag, sondern erstmals wieder an einem Freitag um 19.30 Uhr. "Das Alpenecho" und andere schöne Musikantenstücke spielte Herbert Storek aus Kemnath mit seiner Steirischen Harmonika. Ganz spontan probierte Monika Fink mit ihrer "Steirischen" mit ihm zusammen das Walzerlied "Der alte Jäger". Bruno Primann aus Eschenbach, der mit seiner Teufelsgeige erstmals dabei war, klopfte den richtigen Takt dazu.

Viel Beifall erhielt der Akkordeonspieler Werner Matt aus Mehlmeisel für die Stücke "Die Kapelle spielt auf", "Slavko, spiel mir eins", "Die Oberkrainer kommen" und "Junge, die Welt ist schön". Bei dem Walzerlied "Der Mond hält seine Wacht" sangen alle mit. Viele hängten sich bei ihrem Nachbarn zum Schunkeln ein. Stefan Klinkhammer aus Kulmain spielte mit seiner "Steirischen" zuerst "Warum bist du gekommen?". In das lustige Paprikalied ("Drunt in Afrika wächst da Paprika drei Meter houch") stimmten alle freudig mit ein. Keine Noten brauchte Manfred Döllinger, als er mit seinem Akkordeon "Marina" und andere beliebte Evergreens zum Besten gab.

Der Jahreszeit entsprechend standen bei den gemeinsam gesungenen Volksliedern diesmal Mailieder im Vordergrund. "Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün", "Nun will der Lenz uns grüßen" und "Der Mai ist gekommen" waren Wunschlieder, die sich die sangesfreudigen Gäste wünschten. Aber auch "Mein Vater war ein Wandersmann", "Schön ist die Jugend", "Unser alte Kathl" und "Uns geht's gut, wir haben keine Sorgen" wurden gerne gesungen.

Fink sagte die Seite im Liederheft an, bat die Musikanten um ein Vorspiel in einer Tonart, bei der jeder mitsingen konnte und los ging's mit dem Gesang. Küffner, Döllinger, Matt und Rudolf Fink begleiteten die Lieder gekonnt mit ihren Instrumenten. Siegfried Zaus hatte keine Schwierigkeiten, die schönen Melodien auf seiner Geige auswendig mitzuspielen. Solistisch trug er diesmal eine Polka und einen Walzer aus dem Fränkischen vor. Bei seinen einfühlsam gespielten Operettenmelodien summte viele Zuhörer leise mit. Als einer das beliebte Böhmerwaldlied "Tief drin im Böhmerwald, wo meine Heimat stand" anstimmte, bildeten alle Musikanten zusammen ein eindrucksvolles Orchester und die Zuhörer einen einstimmigen Chor.

In den Gesangspausen spielte immer wieder ein Musikant auf. Fink achtete darauf, dass bei den Vorspielrunden jeder Volksmusikant gleich oft dran kam. Urban Reger aus Krummennaab und Konrad Lang singen beide in verschiedenen Männerchören. "Beim Schinner" traten sie ganz spontan als Gesangsduett auf. Für ihre Lieder "Ein schöner Tag ward uns beschert" und "Süße Liebe liebt den Mai" brauchten sie keine Instrumentalbegleitung.

Zwischendurch las Sieglinde Wick die humorvolle Geschichte "50 Euro sind 50 Euro" vor. "Schöi war's heit wieder" war die einhellige Meinung, als mit dem stimmungsvollen Lied "Nimm dir Zeit" das fünfte Wirtshaussingen in diesem Jahr zu Ende ging. Wer Lust am Singen und Musizieren hat, kommt am Freitag, 17. Juni, um 19.30 Uhr im Landgasthof Busch in Kötzersdorf sicherlich wieder voll auf seine Kosten.
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