Wirtshaussingen füllt den Kormannsaal
Weisen mit Weisheiten

Viel Spaß hatten die Musikanten und die Volksmusikfreunde beim Wirtshaussingen im Kormannsaal. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
24.02.2016
43
0

Wenn Monika Fink zum Wirtshaussingen ruft, dann spielt nicht nur eine Stammbesetzung auf. Immer wieder finden sich neue Musikanten, die ihr Können zum Besten geben. Das war auch am Sonntag nicht anders.

Im Kormannsaal gab es keinen freien Platz mehr. Drei Stunden lang genossen die Volksmusikfreunde die Beiträge und vergaßen dabei ihre Alltagssorgen. Fünf Instrumentalisten mit der Ziehharmonika, vier mit der Steirischen, eine Gitarristin, ein Blechbläser mit seinem "Hörndl" (Bariton) und ein Geiger sorgten für Stimmung. Erstmals dabei waren die Kirchenthumbacher Musiker Georg Lauss mit seinem Akkordeon und Anni Sander mit ihrer Steirischen Harmonika.

Wie der "Lippert-Alois" aus Tirschenreuth auf seiner "Harmonie" spielte, humorvolle Mundartlieder sang und Witze erzählte, war sehens- und hörenswert. Besonders gut kam sein recht pessimistischer "Lebenslauf" an ("Wer koa Geld hot und is niat schöi, dem wird's auf der Welt niat guad göih"). Eine große Freude machte er einem Jubelpaar aus Erbendorf mit einem Ständchen zur goldenen Hochzeit.

Manfred Döllinger bewies erneut bei seinem Potpourri, was er auf dem Akkordeon alles drauf hat. Weil Sieglinde Wick erkrankt war, konnten die Kemnather Sängerinnen nicht auftreten. Ihr Akkordeonspieler Roland Küffner begleitete daher mit Rudolf Fink, Werner Matt und Döllinger die Volkslieder. Mit Monika Fink stimmten sie unter anderem "Tief im Frankenwald", "Wenn ich durch die Wälder streife", "Ein Jäger aus Kurpfalz", "Das Oberfrankenlied" und "Mir san vom Woid dahoam" an. Weinwallfahrer Heinz Schmidt fand auf seinem "Hörndl" immer eine passende Begleitmelodie. Bei ihren lustigen Gsangln "S'Rindviech", "Die alte Hütte" und "Do mou oina hiwern" begleitete sich Ingrid Krämer selber auf der Gitarre. Viel Beifall erhielt sie auch für ihre humorvollen Geschichten.

Bernhard Bienert aus Trevesen entlockte seinem Akkordeon Weisen zum Schunkeln und Mitsingen. Virtuos trug Martin Kimich aus Kulmain auf seiner Steirischen Harmonika schwierige Polkas und Märsche vor. Mit einer bewundernswerten Sicherheit entlockte Siegfried Zaus seiner Geige Weisen zum Mitsummen. Einziger Wermutstropfen war, dass Herbert Fischer, der Gründer des "Kemnather Dreigesangs" sein Akkordeon nicht dabei hatte.

Als Monika Fink das besinnliche Lied "Nimm dir Zeit, werde still, wenn ein Lied erklingt" ansagte, war es Zeit für die Volksmusikfreunde, bis zum "dritten Sonntag im März" Abschied zu nehmen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Monika Fink (10)Martin Kimich (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.