Wirtshaussingen in Kötzersdorf
Spontan „haut hi“

Herbert Storek begleitete die beiden Sänger Urban Reger und Konrad Lang (von rechts) auf einer Steirischen Harmonika. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
09.11.2016
12
0

"Oina göit no", rufen einige Zuhörer, wenn ihnen ein Stück eines Volksmusikanten besonders gefällt. Das ist beispielsweise bei Siegfried Zaus der Fall, als er auf der Geige einen Ländler und eine Polka spielt.

Kötzersdorf. Monika Fink achtete beim Wirtshaussingen im Landgasthaus Busch aber darauf, dass keiner der Musikanten beim Vorspielen zu kurz kam. Spontan entschlossen sich Urban Reger aus Krummennaab und Konrad Lang aus Großbüchlberg, einige Stücke vorzutragen. Beim "Schlammersdorfer Lied" begleitete sie Herbert Storek auf seiner Steirischen Harmonika. Das dalmatinische Volkslied "Kad si bila mara male", das Liebeslied "La Pastorella" und zwei Lieder aus dem sonnigen Italien sangen sie zweistimmig ganz ohne Begleitung. "Wir haben nicht miteinander geprobt", beteuerten beide Mitglieder von Männerchören.

Die Akkordeonspieler Bernhard Bienert und Werner Matt erhielten viel Beifall für ihre Oberkrainer Stückln. "Wohlauf in Gottes schöne Welt", "Wem Gott will rechte Gunst erweisen", "Kein schöner Land in dieser Zeit" und das "Rennsteiglied" standen ebenso auf der Wunschliste der Zuhörer wie die Mundartlieder "In der Fröih, wenn da Hahn macht an Kraahrer" und "Mir san vom Woid dahoam". Der Jahreszeit entsprechend, waren auch Jagdgesänge zu hören. Der Text dazu stand in den ausgeteilten Liedermappen. Rudolf Fink, Roland Küffner und weitere Volksmusikanten übernahmen spontan die Begleitung. Großer Beliebtheit erfreute sich auch das dreistrophige Rennsteiglied, die heimliche Hymne Thüringens. Natürlich gehören zu einem Wirtshaussingen auch Schunkellieder. Zur rhythmischen Untermalung ließ der "Ratschn-Dieter" (Dieter Paulus) seine Original Zillertaler Ratschn erklingen.

Monika Fink trug "Das Rudern" ("Tritt der Mensch ins Leben ein") und "Wie war es so schön in den dreißiger Jahren" vor. Roland Küffner begleitete sie dazu auf dem Akkordeon. "Aaf da Louh, da geht's zou" warnte Herbert Diesner seine Zuhörer, als er von gefährlichen "Irrlichtern" ("D'Irrlöichter") sang. Auch bei "War da Summa a schöi" und "'s letzte Bladl" und dem musikalischen Ratschlag "Gräme dich nicht" begleitete er sich selbst auf seiner Gitarre. Viel Beifall erhielt Herbert Storek für "Seppl Boarischer", "Der haut hi" und "Der Paul und sein Gaul".

Mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Nimm dir Zeit" ging das Wirtshaussingen zu Ende. Am Freitag, 18. Dezember, steht um 19.30 Uhr in Kötzersdorf ein adventliches Weihnachtssingen im Kalender.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.