Wirtshaussingen zur Kirchweih
So a Kirwa, die ist lustig

Vermischtes
Kemnath
18.10.2016
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Gleich zu Beginn macht Monika Fink klar, worum es diesmal beim Wirtshaussingen geht. Schon ihr erstes Lied im Foyer bringt es zum Ausdruck.

"Soll denn dös a Kirwa sei?", fragte sie am Sonntag musikalisch ihr Publikum. Wie es sich für eine Kirwa gehört, hatten die beiden "Altendorfer Spitzbuam" lustige Beiträge im Gepäck. Der zwölfjährige Simon Schraml aus Altendorf und der zehnjährige Lukas Fenzl aus Altenparkstein stimmten bei ihrem ersten Gastspiel "Der Paul und sei Gaul", "Griaß di God, Frau Wirtin", "Tante Mizzi" und die "Ennstaler Polka" an. Sie spielten auf ihren Steirischen Harmonikas so gekonnt, dass alle gleich mitsangen und mitklatschten. Auch mit dem "Prosit der Gemütlichkeit" und einer Schunkelrunde sorgten sie für die richtige Stimmung.

Zum ersten Mal dabei war ebenfalls Werner Heider aus Marktredwitz. Beim besinnlichen Lied "Das Summa is außi" begleitete er sich selber auf der Harmonika. Auch für den Hochkreuther Marsch und das staade Stückl "Auf d'Nacht" bekam er viel Beifall.

Zwischendurch stimmte Monika Fink Wunschlieder wie "Tief im Frankenwald", "Hoch auf dem gelben Wagen", "Ein Bauer aus der Oberpfalz", "Wir lagen vor Madagaskar" und das "Böhmerwaldlied" an. Für große Heiterkeit sorgte der Zwiefache "Teifl, du Dürrer geh a wen vüra zu mir". Rudolf Fink und Roland Küffner begleiteten die Gesänge instrumental. "Birkenwalzer", "Der alte Jäger" und die "Pretula Polka" hatte Herbert Storek auf seiner Steirischen Harmonika eingeübt. Spontan stimmte Urban Reger in das "Schlammersdorfer Lied" mit ein. Als ausgezeichneter Sänger, Quetschnspieler und Witzeerzähler erwies sich wieder einmal Ernst Bitterer. "Böhmisch is doch schöi" und das Lied vom "Steira Buam" gab er zum Besten. Dieter Paulus schlug mit seiner Zillertaler Ratschn den Takt dazu. Nicht nur bei "Hey Rosi", der "Fuchsgraben Polka" und dem "Traum vom Glück" erwies sich Manfred Döllinger als versierter Akkordeonspieler. Josef Sturm entlockte seiner "Harmonie" ebenso bayerische Stückln.

Natürlich traten die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick mit Akkordeonbegleiter Roland Küffner in Aktion. Mit "Der Flou" ("An so an Flou ist hint und vorn nis dro") und "Im Winter is kold" sangen sie sich auch diesmal in die Herzen ihrer Zuhörer. Mit ihrer humorvollen "Rentnergeschichte" hatte Wick die Lacher auf ihrer Seite.

Drei Lieder gleichzeitig


Um mit allen Gästen drei Lieder in einem Quodlibet singen zu können, bildete Ernst Bitterer drei Gruppen und ließ sie gleichzeitig "Koin schöinern Baam gibt's wöi den Vuglbeerbaam", "Links, rechts, vor, zurück" und "Mei Hout, der hot drei Ecken" singen. Dabei gab er als Dirigent die Einsätze und spielte auf seiner "Quetschn" die Begleitakkorde im Dreivierteltakt. Mit "Ein schöner Tag zu Ende geht" und "Wahre Freundschaft soll nicht wanken" endete das Wirtshaussingen, das allen wieder sehr gut gefallen hat.

Nicht nur goldbraune Küchln, sondern auch andere leckere Kirwa-Spezialitäten hatte Armin Schinner für seine Gäste vorbereitet. Das nächste Wirtshaussingen ist am Sonntag, 6. November.
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