Durchaus beeindruckende Zahlen in der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Kemnather Land - ...
Dividende von über 3,25 Prozent

Vorstand Joachim Geyer gratulierte dem Aufsichtsratsvorsitzendem Hubert Kellner aus Waldershof sowie Aufsichtsrat Martin Wolf aus Immenreuth zur Wiederwahl in das Aufsichtsgremium der Genossenschaft ebenso wie Vorstand Robert Haubner und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Reger aus Erbendorf (von links) . Bild: mez
Wirtschaft
Kemnath
04.07.2016
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Kemnath/Waldershof. Zur Vertreterversammlung hatte die Raiffeisenbank Kemnather Land - Steinwald eG in den großen Raiffeisensaal in Erbendorf eingeladen. Über eine stolze Dividende auf die Geschäftsanteile über 3,25 Prozent können sich die rund 7318 Mitglieder der Genossenschaft freuen. Hubert Kellner und Martin Wolf wurden als Aufsichtsräte bestätigt, Karl Schieder wurde nach 42 Jahren verabschiedet. Das Kundenanlage- und Kreditvolumen beläuft sich auf über eine halbe Milliarde Euro.

Vorstand Joachim Geyer freute sich über 194 neue Mitglieder in 2015. Aktuell haben 7318 Mitglieder knapp 28 000 Geschäftsanteile. Bei der Bilanzsumme knackte die Bank mittlerweile die 300-Millionen-Euro-Marke und liegt von insgesamt 273 bayerischen Genossenschaftsbanken im "gesunden Mittelfeld". Die Kundeneinlagen belaufen sich auf rund 250 Millionen Euro, was einer Steigerung zum Vorjahr um 0,50 Prozent entspricht und den niedrigen Zinsen geschuldet ist.

Die Kernkapitalquote beläuft sich auf sehr gute 17,50 Prozent und liegt damit deutlich über den Mindestanforderungen. Das erwirtschaftete und versteuerte Eigenkapital hat sich von 9,3 Millionen Euro im Jahr 2008 auf mittlerweile 21,7 Millionen erhöht. Diese Entwicklung ist günstiger als die durchschnittliche Entwicklung der Kreditgenossenschaften in Bayern.

Die Kundenforderungen stiegen um 10 Millionen auf 118 Millionen Euro an, was ein sattes Plus von 9,50 Prozent ausmacht. "Beim Kreditwachstum erreichten wir ein doppelt so hohes Wachstum wie der Durchschnitt der bayerischen Genossenschaftsbanken", betonte Geyer: " Angesichts dieser guten Zuwachsrate kann man nicht von der so oft diskutierten Kreditklemme sprechen."

Die Eigenanlagen der Bank betragen zum Bilanzstichtag rund 150 Millionen Euro und stellen angesichts des anhaltenden Niedrigzinsniveaus das Institut vor eine Herausforderung. Der Wertpapierbestand wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Sachanlagen wie beispielsweise Grundstücke oder Gebäude sind in Höhe von über 6 Millionen Euro vorhanden. Diese Position ist vor allem geprägt durch die Immobilieninvestitionen in die 100-prozentige Tochter der Raiffeisenmarkt-Waren GmbH. Das komplette Kundenanlage- und Kreditvolumen, also inklusive der Gelder bei den Verbundpartnern, beläuft sich auf mittlerweile über eine halbe Milliarde Euro und konnte gegenüber dem Vorjahr um 3,50 Prozent gesteigert werden. Auch auf das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken wirkt sich die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank nachhaltig negativ aus. Das Zinsgeschäft macht rund zwei Drittel des gesamten Rohüberschusses aus, mahnte Geyer.

Ein wichtiger Ertragsfaktor für die Genossenschaft stellen aber auch die Provisionserträge dar. Da viele Kunden dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit ihrem persönlichen Berater uns als Hausbank nutzen, konnte die ohnehin hohe Provisionsspanne in Höhe von 0,78 Prozent erneut gesteigert werden. "Wir liegen damit 20 Prozent über dem Niveau des bayerischen Durchschnitts." Die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug 98, davon 42 in Vollzeit-, 54 in Teilzeitbeschäftigung und 2 Auszubildende.

Die Ertragssteuer beläuft sich auf 673 000 Euro, wovon alleine 282 000 Euro an Gewerbesteuern direkt an die Kommunen fließen. In den letzten drei Geschäftsjahren hat das Institut knapp eine Million Euro an Gewerbesteuern bezahlt. In der Summe ergibt dies einen Bilanzgewinn über rund 525 000 Euro, welcher erneut auf dem Vorjahresniveau liegt.

Joachim Geyer dankte den Mitarbeitern, Verbundpartnern und Mitgliedern. Ausdrücklich lobte Geyer Aufsichtsratsvorsitzenden Hubert Kellner, welcher sehr viel Zeit und Mühe mit Augenmaß in seine Aufgabe investiert habe. Ebenso dankte er den Vertretern für die Interessenwahrnehmung der Mitglieder sowie allen Kunden, die ihrer regionalen Genossenschaft oftmals seit Generationen die Treue halten.
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