Metzgerei Ponnath setzt auch auf Vegie-Produkte
Nicht mehr alles Wurst

Wirtschaft
Kemnath
21.01.2016
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Natürlich geht es bei der Großmetzgerei Ponnath meist um Wurst und Schinken. Bei einem Besuch erfuhr Bundestagsabgeordneter Reiner Meier (CSU) von Firmenchef Michael Ponnath aber, dass der Betrieb auch immer mehr auf Anhänger fleischloser Kost setzt.

Auf über 300 Jahre Geschichte im Metzgerhandwerk blickt die Firma zurück. Um viele weitere Jahre hinzuzugewinnen, wolle man auch künftig Akzente setzen und neue Wege gehen. "Bestimmten Entwicklungen können und dürfen wir uns nicht verschließen", betonte Michael Ponnath im Gespräch mit Meier, Bezirksrat Toni Dutz sowie Bürgermeister Werner Nickl. Deswegen habe das Unternehmen fleischlose Produkte im Sortiment: etwa "Vegetarische Schnitzel", "Vegetarische Frikadellen" oder "Vegane Fisch-Filets".

"Es gibt immer mehr Menschen, die Fleisch- und Wurstverzehr reduzieren möchten", begründete Ponnath. Da sich dieser Trend noch verstärken werde, könne man als Lebensmittelproduzent nicht abseits stehen und zuschauen. Produziert werden die vegetarischen Produkte in Annaberg-Buchholz, wo Ponnath im Herbst 2015 das Unternehmen Rodag-Food übernommen hatte.

Der Firmenchef informierte über die Entwicklung des Unternehmens, das mittlerweile an sechs Standorten präsent ist, neben Kemnath und Annaberg-Buchholz in Knetzgau, Freiburg, Nürnberg sowie im böhmischen Susice. Die 1300 Beschäftigten sorgen für rund 200 Tonnen Tagesproduktion. Zu den Themen der Zukunft gehörten der Ausbau von Partnerschaften mit Landwirten sowie Bio-Produkte, erklärte Ponnath. Es gehe darum, "Rohstoffe an der Quelle beziehen und einen besseren Bezug herstellen".

Bei der Führung durch die Produktion sahen die politischen Gäste aus nächster Nähe, wie die Wurstwaren hergestellt werden. Reiner Meier zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des Unternehmens, die er als Sachgebietsleiter Immissionsschutz am Landratsamt Tirschenreuth einst selbst mitbegleitet hatte.
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