Erst prüfen, dann richten

Lokales
Kirchendemenreuth
03.11.2014
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Eigenmächtiges Auffüllen öffentlicher Feld- und Waldwege sorgte für Empörung im Gemeinderat. Bereits 2011 beschäftigte sich das Gremium mit der gleichen Thematik. Die Kommune will nun durchgreifen.

Bürgermeister Dr. Gerhard Kellner sprach von einem "heiklen Thema". Immer wieder gebe es Beschwerden über ungenehmigte Auffüllungen. "In Zukunft kann das nimmer so weiter gehen", resümierte das Gemeindeoberhaupt.

Das sahen auch die Räte so. CSU-Fraktionssprecher Richard Neumann verwies auf einen Beschluss von 2011, wonach unberechtigte Auffüllungen wieder zu räumen sind. Sie sprachen sogar von Anzeige und Rückbau. Einig war man sich, dass die unberechtigten Auffüllungen beseitigt werden müssen. Deutlich wurde in der Diskussion auch, dass sich die Gemeinde übergangen fühlt.

Sanierung 2001

Dr. Kellner berichtete über die sanierungsbedürftige Bahnbrücke zwischen Barbarahof und Hutzlmühle. Er schlug vor, die Brücke überprüfen zu lassen. Die Kosten hierfür betragen rund 3000 Euro. Die letzte große Sanierung 2001 kostete 18 000 Mark. Die Kommune rechnet diesmal mit einer Summe zwischen 25 000 und 30 000 Euro. Die Maßnahme soll 2015 erfolgen.

Das Gremium beschäftigte sich weiter mit dem Bau eines Buswartehäuschens in Obersdorf. Wegen einer veränderten Buslinienführung wurde das Wartehäuschen für Wendersreuth vorerst zurück gestellt. Für den Ort Obersdorf will die Kommune prüfen, ob das Wartehäuschen nicht in die Ortserneuerung mit aufgenommen werden kann.

Die Räte vergaben den Auftrag für einen neuen Fußbodenbelag im Bürgermeisterzimmer an die Firma Stefan Seitz aus Kirchendemenreuth zum Preis von 2441 Euro. Außerdem waren sie sich einig, eine Geschwindigkeitsanzeige anzuschaffen. Es gebe genügend neuralgische Punkte in den Haberlandortschaften, wo man die Anlage aufstellen könnte. Die Kommune erhofft sich damit ein "erzieherisches Signal" für die Raser. Das Gerät kostet je nach Ausstattung zwischen 1000 und 2000 Euro. Angebote werden nun eingeholt.

Wasser aufspüren

Um künftig Wasserverluste im Leitungsnetz der Gemeinde besser aufspüren zu können, schlug der Bürgermeister den Kauf eines sogenannten "Geräuschloggers" vor. Das rund 7500 Euro teure Gerät könnte in interkommunaler Zusammenarbeit mit Störnstein und Püchersreuth gemeinsam erworben und genutzt werden. So lägen die Anschaffungskosten pro Kommune lediglich bei 2500 Euro. Die Räte begrüßten den Vorschlag, der nun weiter verfolgt wird.

Dr. Kellner informierte über die Breitbandversorgung im Haberland und über die Möglichkeit einer interkommunalen Zusammenarbeit. Die Räte erkannten darin keine Vorteile, eher Nachteile. Somit wurde dieser Gedanke wieder verworfen. Momentan wird der Förderantrag durch die Firma IKT erstellt. Der Antrag eines Altenparksteiners auf Asphaltierung eines 30 Meter langen Straßenabschnitts wurde zurück gestellt. Dies soll im Frühjahr im Rahmen eines Gesamtsanierungskonzepts erfolgen.
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