Immer schön simultan

Lokales
Kirchendemenreuth
20.06.2015
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Der Simultankirchen-Radweg stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Bei einem Ortstermin wurde ein Schild mit der Aufschrift "St. Johannes Baptista" an der Simultankirche angebracht.

Im Anschluss daran referierte der Initiator des Simultankirchen-Radwegenetzes, Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler aus Rothenstadt, über sein Projekt. Es soll unter anderem den Tourismus fördern.

Unter dem Motto "Kirche erhalten - Kultur gestalten" wurde dazu sogar ein Förderverein gegründet und diverse Prospekte und Broschüren aufgelegt. Den Mittelpunkt bilden die 49 Simultankirchen und historischen Orte in der Nordoberpfalz. Diese sind in das Radwegenetz eingebunden. Neun Kirchen werden sogar heute noch von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt.

In der Zwischenzeit gibt es zehn familienfreundliche Routen der "Ökumenischen Fahrradwege". Kirchendemenreuth ist Bestandteil der Route 10. Sie ist 39,6 Kilometer lang und führt von Windischeschenbach über Gleißenthal, Püllersreuth, Lenkermühle, Döltsch, Kirchendemenreuth, Steinreuth, Frodersreuth, Wildenreuth, Neuenreuth, Sassenhof, Hauxdorf, Erbendorf, Wetzldorf, Thumsenreuth, Reuth, Krummennaab und Trautenberg wieder zurück nach Windischeschenbach. Sechs Simultankirchen liegen am Weg.

"Unsere Simultankirchen sind Kulturschätze in der Oberpfalz", sagte Pfarrer Pauckstadt-Künker. "Auf den Radwegen sollen Natur, Kultur und Spiritualität erfahren sowie sakrale Kunstschätze entdeckt werden." Für jede Radwanderroute wird ein eigener Führer erstellt. Weitere Informationen, auch zum Förderverein, gibt es unter www.simultankirchen.de.

Der Gemeinderat stimmte ferner einem Bauantrag zur Erweiterung eines Wochenendhauses und neuen Dachgauben in Miltental 1 zu. Die Kommune beteiligt sich an den Kosten zur Reinigung des Aspenbachs mit 25 Prozent.

Abgelehnt wurde ein Antrag des Ortsteils Altenparkstein auf einen Zuschuss zur Sanierung der Glockenanlage. Stadttdessen soll der Erlös eines Dorffests zur Glockensanierung verwendet werden.

Daneben vergab das Gremium Planungsleistungen für die Erweiterung des Kindergartens an das Büro Götzer. Laut Bürgermeister Gerhard Kellner gibt es positive Signale von der Regierung wegen einer Förderung. Die Kommune rechnet mit 80 Prozent. Die Baukosten liegen voraussichtlich bei rund 290 000 Euro.
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