Räte tagen in der Fremde

Lokales
Kirchendemenreuth
11.03.2015
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Der Gemeinderat Kirchendemenreuth tagte in Neustadt. Bürgermeister Dr. Gerhard Kellner spricht von einem "seltenen, wenn nicht sogar einmaligen Ereignis".

Grundsätzlich halten die Gemeinderäte ihre Sitzungen im eigenen Ort ab. Eine Ausnahme stellte die Märzsitzung dar. Anlass war die Präsentation des neuen Haushalts mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation. Kämmerer Andreas Voigt stellte ferner das neue Verwaltungsgebäude bei einem Rundgang vor.

Nach den Haushaltsberatungen stand die Diskussion über die Einrichtung eines altersgeöffneten Kindergartens zur Debatte. Kellner erklärte, dass die Haberlandgemeinde einen "weißen Fleck" in Bayern darstelle, was das Angebot einer Kinderkrippe betreffe. Große Umbaumaßnahmen seien nicht erforderlich. Anhand des Lageplans zeigte der Tathauschef Lösungen auf. Im Westteil des bestehenden Gebäudes sollen zwei Garagen aufgelöst werden, um hier einen Anbau anzubringen. Das Gremium beschloss einstimmig, einen Architekten zu beauftragen, der einen Projektentwurf erarbeitet.

Die Sitzung nutzte Kellner, um für das 2006 ausgewiesene Baugebiet in Döltsch an der B 22 Werbung zu betreiben. Von den zwölf Parzellen wurde bisher nur eine verkauft. Der Bürgermeister erklärte: "Für 40 Euro inklusive Erschließung gibt es eine wunderbare Aussicht." Darauf zu sprechen kam der Gemeindechef, weil die Räte über den Bauantrag von Manuel Fischer aus Altenstadt zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses abstimmen mussten. Sie genehmigten ihn einstimmig.

Das Gremium beschloss zudem die Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis für eine Teichanlage in Kirchendemenreuth für weitere 20 Jahre. Brückenprüfung, ein deutschlandweites Thema, tangiert auch die Haberlandgemeinde. Dabei geht es um eine eventuelle Sanierung der Eisenbahnbrücke bei der Hutzelmühle. Die Kosten für die Prüfung betragen 6750 Euro.

In der Püllersreuther Straße müssen eine Tragschicht erneuert und Leitplanken aufgestellt werden. Zweitem Bürgermeister Richard Neumann gefiel dieses Vorhaben gar nicht, da es dadurch künftig problematisch sei, die Straßen zu reinigen. Kellner erklärte, dass dieser Punkt nicht mehr verhandelbar sei, denn Ende Juni soll schon alles erledigt sein.

Revidiert wurde ein Gemeinderatsbeschluss von 2014 zur Überprüfung der Geschwindigkeitsanzeige. Künftig wird ein Anbieter mit besseren Konditionen eingesetzt. Keine Einwände gab es bei einer Stellungnahme der Nachbargemeinde Altenstadt, die die Errichtung eines Mischgebietes entlang der Bahnlinie thematisiert. Genehmigt wurde zudem der Bauantrag über den Neubau einer Mistlagerstätte, die Errichtung von Paddockboxen für Ponys und die Nutzungsänderung einer Scheune in Püllersreuth.
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