Stahlbeton für Wirbelschwebebett

Lokales
Kirchendemenreuth
16.05.2015
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Der Gemeinderat befasste sich bei einem Ortstermin mit der 1992 in Döltsch erbauten Kläranlage. Fangbecken, biologische Reinigung und Nachklärung sind mittlerweile zu klein.

Die gesamte Anlage muss saniert werden. Ein Um- und Erweiterungsbau ist notwendig. Mit der Umsetzung kann sich die Gemeine allerdings noch etwas Zeit lassen.

Wolfgang Kraus, Sachverständiger für Kleinkläranlagen, fasste das Ergebnis des Ortstermins zusammen: "Bei einer gesamten Bebauung des Baugebietes sowie einer vollen Nutzung der Gaststätten genügt die Kläranlage nicht mehr den Anforderungen."

Wegen der negativen Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde könne davon ausgegangen werden, dass der Ausbau der Kläranlage mit einem Anschlusswert von 400 bis 450 Einwohnerwerten (EW) für die Zukunft ausreichen. Dazu seien folgende Maßnahmen nötig:

Vergrößerung des Stauraumvolumens des Fangbeckens um zirka 20 Kubikmeter.

Neubau der biologischen Stufe für mindestens 400 EW.

Kamerabefahrung und Schadensfeststellung des Kanalsystems sowie Klärung der Fremdwasserzuflüsse.

Erarbeiten von Sanierungsvarianten und Sanierung des Kanalsystems.

Um das berechnete Stauvolumen zu erreichen, könnte die Überlaufschwelle im Regenüberlaufbauwerk mit Hilfe einer Edelstahlschiene um 14 Zentimeter erhöht werden, meinte Kraus. So reduziere sich der Freibord im Fangbecken von 50 auf 38 Zentimeter. Diese Variante sei am kostengünstigsten. Für die Wirbelschwebebett-Anlage sei ein Stahlbetonbecken mit 9 Mal 3,50 Mal 3,25 Metern nötig. Die Nachklärung erfolge in gleicher Bauweise, jedoch etwas größer.

Bei der Erneuerung der Kläranlage würden auch Steuerleitungen und Druckluftleitungen neu verlegt. Teilweise wären auch bestehende Abwasserkanäle sowie Schächte umzubauen oder neu zu verlegen.

Die Anlagensteuerung sowie die für die Wirbelschwebebett-Anlage erforderliche Druckluftanlage würden in das bestehende Betriebsgebäude eingebaut. Nicht mehr notwendige Anlagenteile wie Tropfkörperanlage mit Nachklärung würden demontiert oder abgebrochen.

Auf Nachfrage von Bürgermeister Dr. Gerhard Kellner erklärte Kraus, dass die Maßnahmen auf mehrere Jahre verteilt werden könnten. Die Räte waren sich einig, die Planung in den nächsten beiden Jahren zu erstellen. Fertig soll das Werk bis 2020 werden.
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