Steuer freut Kämmerer

Lokales
Kirchendemenreuth
13.03.2015
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Gemeinsam haben wir eine gute Perspektive für die Zukunft entwickelt." Mit diesen Worten kommentierte Kämmerer Andreas Voigt den Haushalt.

"Die finanzielle Lage ist geordnet. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 318 Euro und ist weit unter dem Landesschnitt", sagte der Finanzexperte. Ein Wermutstropfen sei die beständig sinkende Einwohnerzahl von 924 (2006) auf 864 (Juni 2014).

Zweiter Bürgermeister Richard Neumann brachte es im Namen seiner Kollegen auf den Punkt: "Der Haushalt ist für uns schlüssig, alle Ideen sind eingebracht und werden realisiert." In Eintracht erfolgte die Zustimmung zum Haushalt und zum Investitionsplan bis 2018.

Über zwei Millionen Euro

Insgesamt geht es in der Gemeinde um rund 1 300 000 Euro im Verwaltungs- und 983 500 Euro im Vermögenshaushalt. Kreditaufnahmen sind auch für die kommenden Jahre nicht vorgesehen. In den vergangenen Jahen habe man die Schulden drastisch zurückgefahren. Lediglich 7 500 Euro Sollzinsen schlagen zu Buche. "Für 2015 legen wir als Dispo der Gemeinde 150 000 Euro fest, um keinesfalls ins Minus zu rutschen."

Im Verwaltungsetat kann die Kommune mit festen Einnahmen und staatlichen Förderungen rechnen. Die dicken Brocken resultieren unter anderem aus folgenden Ansätzen:

Zuweisungen Kfz-Steuer 55 000 Euro, Wasserverbrauchsgebühren 81 500 Euro, Grundsteuer A und B (land- und forstwirtschaftliche sowie bebaute Grundstücke) 67 000 Euro. Stabil bleibt die Schlüsselzuweisung in Höhe von 400 000 Euro.

Gewerbe- und Einkommenssteuerbeteiligung mit 302 000 Euro haben sich stark erhöht. Durch eine Neuberechnung der Steuerkraft komme diese Summe aus dem Finanzausgleichsgesetz als "eine der größten Einnahmequellen der Kommune" zustande, so Voigt.

Schulen kosten Geld

An Ausgaben sind rund 82 850 Euro für die Schulverbandsumlage des Grund- und Mittelschulverbandes Altenstadt und anderer Gastschulbeiträge zu zahlen. Leicht angestiegen sind Personalausgaben samt aller Versicherungsleistungen in Höhe von 171 600 Euro. Den Fremdwasserbezug mit 50 000 Euro ließ der Kämmerer zur Vorsicht stehen, obwohl die Tendenz 2014 mit 39 000 Euro stark nach unten zeigt.

Die höhere Steuerkraft hat zur Folge, dass sich die Kreisumlage auf 271 830 Euro erhöht. Pro Einwohner zahlt die Haberlandgemeinde als Umlage an die VG Neustadt 110 Euro. 96 000 Euro nennt der Kämmerer jedoch im Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art bescheiden.

An Baumaßnahmen stehen im Verwaltungshaushalt die Sanierung des Zauns am Sportplatz, die Verblendung des Kindergarteneingangs, die Prüfung der Brücke bei Hutzelmühle und die Brunnensanierung in Kirchendemenreuth mit einem Volumen von insgesamt 38 500 Euro
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