"Zweite politische Kraft"

Langjährige und verdiente Mitglieder wurden bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft Kirchendemenreuth mit Ehrennadeln des Landesverbandes ausgezeichnet. Die Ehrungen wurden vom stellvertretendem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Karl Vetter aus Cham (hinten, Zweiter von links), im Beisein der Kreisvorsitzenden Gabriela Bäumler (hinten, Vierte von links) und Kreisrat Karl Meier (hinten, rechts) vorgenommen. Bild: rs
Lokales
Kirchendemenreuth
28.01.2015
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Auf drei Jahrzehnte kommunalpolitische Aktivität blickte die Freie Wählergemeinschaft Kirchendemenreuth in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schiml zurück. Landtagsabgeordneter Karl Vetter aus Cham ehrte verdiente Mitstreiter.

(rs) Vorsitzender Rupert Seitz ging im Jahresbericht auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein, das von den Kommunalwahlen geprägt war. Leider sei das dritte Gemeinderatsmandat verpasst worden. Mit Matthias Fütterer aus Obersdorf und Rupert Seitz aus Oed werde man sich aber weiterhin einbringen. Seitz berichtete von einem guten Klima im Gremium. Gemeinsam gelte es, die anstehenden Großprojekte wie Neubau des Feuerwehrhauses in Kirchendemenreuth und die Dorferneuerung in Obersdorf zu realisieren, sowie den Breitbandausbau voranzubringen.

Straßen im Auge haben

Die Sanierung und den Erhalt des gemeindlichen Straßennetzes müsse man ebenfalls im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten im Auge behalten. Weiter erinnerte Seitz an Veranstaltungen wie Christbaumabholaktion, Zoiglabend, Wahlnachlese und Besuch im Geo-Zentrum in Windischeschenbach im Ferienprogramm. Themen im Zusammenhang mit der Energiewende wie die geplanten Stromtrassen sowie erneuerbare Energien wurden ausführlich durch Kreisrat Karl Meier beleuchtet.

Dabei wurde deutlich, dass Speichertechnologien generell forciert und durch Energieeinsparung große Potenziale zu heben wären. Dezentrale Erzeugung mit regionaler Versorgung aus einem gesunden erneuerbarerem Energiemix müsse Vorrang vor Großprojekten haben. Oftmals entstehe jedoch der Eindruck, dass die großen Energieversorger kein wirkliches Interesse daran hätten, die Bürger wirklich mit einzubinden. Kritisch sehen die Freien Wähler das "Fracking". Es dürften keine Probebohrungen genehmigt werden. Gefahren seien für die großen Trinkwasservorkommen im "Weidener Becken" zu befürchten, in dem das Hauptfördergebiet der "Steinwaldgruppe" liege.

In einem Rückblick auf 30-jährige Historie informierte Vorsitzender Seitz über die Geschichte der Wählervereinigung im Haberland, die erstmals 1978 mit einer eigenen Liste zu den Kommunalwahlen angetreten war, bevor sich im Dezember 1984 der Ortsverband gründete. Damals konnte man auf Anhieb mit Seitz und Heinrich Hausner aus Klobenreuth zwei Gemeinderäte stellen. Seither habe sich die FWG nach der CSU als zweite politische Kraft fest etabliert.

Positive Entwicklung

Die Gemeinde habe sich positiv entwickelt. Die Mandatsträger müssten sich keinem Fraktionszwang beugen. Bestens vernetzt sei man auch auf Kreis- und Bezirksebene. Man habe gute Kontakte bis hin zum Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger, der 2008 zum ersten Mal im Haberland war. MdL Vetter informierte über das harte Brot der Oppositionsarbeit im Landtag. Viele Initiativen und Anträge würden zunächst abgelehnt und von der Regierung - geringfügig verändert - wieder eingebracht.

Wenn dies auch mühsam sei, so werde man weiterhin engagiert arbeiten und die Bürger an der Basis mitnehmen. Themen wie Energiewende das geplante Freihandelsabkommen TTIP und vor allem auch die Chrystal-Meth-Problematik im Landkreis werden weiter Schwerpunkte sein wie auch die Asylpolitik, die Sicherung einer soliden Finanzausstattung der Kommunen und die Stärkung des ländlichen Raums.
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