12-jähriger Benjamin Schindler überrascht beim Kindertriathlon in Österreich
Triumphzug eines Piefkes

Auf der letzten Laufrunde zog Benjamin Schindler an seinem österreichischen Kontrahenten vorbei und sicherte sich den zweiten Platz beim Kinder-Cross-Triathlon. Bild: sm
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Kirchendemenreuth
25.08.2016
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250 Meter Schwimmen im Freigewässer, 6 Kilometer Mountainbikefahren im Crossgelände und im Anschluss noch 2,2 Kilometer querfeldein laufen. Der erst 12-jährige Benjamin Schindler mischte bei einem Kindertriathlon in Österreich ganz vorne mit.

Nachdem es in Deutschland keine Wettkämpfe im Kindertriathlon gibt, fuhr der 12-jährige Benjamin Schindler aus Oed mit seinen Eltern in die Alpenrepublik, um sich dort mit annähernd Gleichaltrigen zu messen. Ohne große Hoffnungen auf eine vordere Platzierung, standen für ihn lediglich die Teilnahme und ein möglichst gutes Ergebnis im Vordergrund. Beim Wettbewerb handelte sich um die österreichische Meisterschaft in Hopfgarten (Kärnten), an dem nur die besten Sportler teilnahmen. "Ich hatte schon gehörig Respekt vor der Strecke und den Konkurrenten", sagte der Nachwuchstriathlet.

Start als Abkühlung


Was der Youngster dann aber zeigte, hatte selbst er nicht erwartet. Beim "Salvenaland-Hopfgarten-Kinder-Cross-Triathlon" standen die Athleten bei brütender Hitze Schlange. Jeder freute sich auf den Schwimmstart zur Abkühlung, Benjamin stieg nach 250 Meter im Freiwasser als 9. aus dem Wasser. Nach der Wechselzone startete er seine Aufholjagd auf dem Mountainbike. Er orientierte sich an zwei Athleten aus seiner Startgruppe, die vor ihm fuhren.

50 Sekunden Rückstand vom Schwimmen hatte er nach Dreiviertel der anspruchsvollen 6-Kilometer-Crossrad-Strecke mit Steigungen von bis zu 12 Prozent, Singletrails und einer rasanten Abfahrt wettgemacht. Nun ging es zum Laufen. Die Strecke von 1,1 Kilometer musste zweimal durchlaufen werden. Auch hier galt es, steile Anstiege und Bergab-Passagen zu bewältigen.

Schlussspurt


Schindler teilte sich das Laufen klug ein: Die erste Runde lief er hinter dem vermeintlich sicheren Zweitplatzierten her, um dann noch vor Beginn der zweiten Runde durchzustarten und am Kontrahenten vorbeizuziehen. Benjamin steigerte sich Meter um Meter. Mit einem Vorsprung von 30 Sekunden landete er auf dem zweiten Platz. Nur gegen den Sieger war er chancenlos. Hierbei handelte es sich um einen zwei Köpfe größeren 14-jährigen Österreicher, dem Meister in der Altersklasse 12 bis 14 Jahre.

Die österreichische Wettkampfleitung war von der Leistung des Oberpfälzers beeindruckt und lud ihn spontan ein, im nächsten Jahr wieder zu starten. "Ich bin mit meinem Wettkampf sehr zufrieden, da es sich um einen echten Cross-Triathlon handelte", war Benjamin nach dem Wettkampf erschöpft, aber auch stolz ob der großartigen Leistung.
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