Breitbandausbau kann starten
Schnell in die Welt

Bürgermeister Dr. Gerhard Kellner (vorne, links) und Enrico Delfino von der Telekom (vorne, rechts) unterzeichneten den Vertrag für den schnellen Netzausbau des Haberlandes. Mit dabei waren Gemeinderat Stefan Weber (hinten, links) und Josef Markl von der Telekom. Bild: sm
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Kirchendemenreuth
08.10.2016
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Die Entscheidung ist gefallen: Die Telekom hat die Ausschreibung für den Internet-Ausbau des Haberlandes gewonnen. Ab Ende 2017 können weitere 113 Haushalte das Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s (Megabit pro Sekunde) nutzen. Gemeinde und Telekom haben dazu jetzt einen Vertrag unterzeichnet.

Demnach wird die Telekom rund 16 Kilometer Glasfaser verlegen, fünf Multifunktionsgehäuse und Glasfasernetzverteiler aufstellen oder mit neuester Technik ausstatten. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass nicht nur Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, sondern auch Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud.

"Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So können wir unseren Bürgern und Unternehmen in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet ermöglichen", sagte Bürgermeister Dr. Gerhard Kellner bei der Vertragsunterzeichnung. "Auch für Arbeitnehmer mit Heimbüro und Selbständige ist eine schnellere Anbindung an das Netz entscheidend." Breitband sei ein wichtiger Standortfaktor. Nach Abschluss dieser Arbeiten sei nahezu das gesamte Haberland mit seinen weit verstreuten Ortsteilen mit schnellem Internet ausgestattet.

"Wir danken der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns darauf, das Projekt zügig anzugehen," sagt Josef Markl, Kommunaler Ansprechpartner Deutsche Telekom Technik. "Wir wissen, wie wichtig ein schneller Internetanschluss ist. Deshalb wollen wir so vielen Menschen wie möglich einen solchen Anschluss zur Verfügung stellen. Wir versorgen die Bürger mit der neuesten Breitbandtechnologie und machen das Erschließungsgebiet damit zukunftssicher", ergänzt Enrico Delfino, Regi-Manager bei der Telekom.

So läuft der Ausbau: Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz. Der Ausbau dauert in der Regel zwölf Monate. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse nutzen.

So kommt das schnelle Netz ins Haus: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand mutieren zu Mini-Vermittlungsstellen.

Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. Für 29 Gebäude ist bei dem Konzept eine Sonderlösung vereinbart. Hier endet das Glasfaserkabel nicht im Multifunktionsgehäuse am Straßenrand, sondern wird bis in die Häuser gezogen. Damit das möglich ist, müssen die Hauseigentümer eine Einverständniserklärung unterschreiben.
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