„Hobbybrauer“ erklären, wie Bierbrauen geht
Bier für Selberbrauer

Die "Hobbybrauer" sind stolz auf ihr selbstgebrautes Bier. Bild: lep
Freizeit
Kirchenthumbach
21.04.2016
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Ein Höhepunkt in den Bierwochen beim Gaggl war der "Brau-Tag". Die "Hobbybrauer" zeigten, wie sie für ihren Eigenbedarf Bier brauen. Schon am Vormittag wurden zwei 80-Liter-Kessel mit Holz geschürt und den ganzen Tag erhitzt, gerührt und gefiltert. Das Malz wurde laut Rezept abgewogen, geschrotet, eingemaischt und nach dem schrittweisen Erhitzen, dem Rasten, abgeläutert. Der Treber, also das ausgelaugte Malz, blieb übrig. Manche Naturfreunde nehmen Treber mit nach Hause, um am nächsten Tag damit Brot zu backen.

Die geläuterte Pfannenvollwürze wird unter Beigabe des Hopfens eineinhalb Stunden lang gekocht. Zum Schluss wird mit einem großen Kochlöffel gerührt, damit die Eiweißflocken sich verbinden und dann besser abgeseiht werden können. Erst wenn die Würze auf Gärtemperatur abgekühlt ist, wird die Hefe zugesetzt, um den Gärungsprozess in Gang zu setzen. Christine Püttner, Chefin der Brauerei Püttner, erklärt lachend: "Die Hefe rülpst Kohlenstoffdioxid und pieselt Alkohol."

Die Gärung wird circa eine Woche dauern. In drei bis vier Wochen ist das Bier dann genießbar. Püttner Bräu aus Schlammersdorf mit Braumeister Christian Schmid und Matthias Barthlmann zeigten ebenfalls das "Schaubrauen". Am Ende wurde ein Fass angezapft und auf 500 Jahre bayerisches Reinheitsgebot angestoßen. Schade nur, dass die tief hängenden Wolken am Vormittag ihre schwere Last abwarfen und den Tag immer wieder mit Regenschauern eindeckten. Daher waren nicht viele Schaulustige zu dem Brau-Spektakel zu motivieren.
Die Hefe rülpst Kohlenstoffdioxid und pieselt Alkohol.Christine Püttner
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