15 Jahre Hilfe für Anja

Anja (links) und Melanie: Beide Mädchen verdanken dem Verein "Hilfe für Anja" ihre Gesundheit. Bild: ü
Lokales
Kirchenthumbach
04.09.2015
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Eigentlich hatte Michael Sporer nur Fußball im Kopf, seit 15 Jahren geht es dem Kirchenthumbacher darum, Leben zu retten. Damals gründeten er und seine Mitstreiter den Verein "Hilfe für Anja". In diesem Jahr feiert die Erfolgsgeschichte 15-jähriges Bestehen.

Der Ursprung von Hilfe für Anja lässt sich genau benennen: Am 7. Mai 2000 standen Mitglieder des Kirchenthumbacher FC-Nürnberg-Fanclubs vor dem Stadion und warben um Knochenmarkspender. "523 Fans ließen sich damals typisieren", erzählt Michael Sporer. Er hatte damals die Aktion organisiert und ist bis heute der Vorsitzende des Vereins. Ziel war es damals, einen Spender für die dreijährige Anja Roith aus Hirschaid zu finden.

Weil dies nicht gelang, folgte eine weitere Typisierungsaktion. Am 3. Oktober kamen 1300 Spender nach Auerbach, eine Initialzündung für den Verein. Der Erfolg von Auerbach ließ die Fußballfans die Entscheidung treffen: "Wir gründen einen Verein." Am 11. November war es so weit, seither gibt es den Verein Hilfe für Anja offiziell. "Als gemeinnütziger Verein erhält man viel mehr Anerkennung. Die ist über all die Jahre nie abgerissen", sagt Sporer. Für Anja gab es im Jahr 2011 ein Happy-End, denn für sie fand sich ein Spender. Seitdem ist ihr Gesundheitszustand zufriedenstellend.

Der Verein macht dennoch weiter und sammelt Spenderdaten und Spendengeld. Das fließt in die Auswertung der Proben. Seit 2014 geht die Typisierung unblutig, ab sofort reicht eine Speichelprobe mit einem Wattestäbchen. "Das macht uns flexibler, weil wir kein medizinisches Personal brauchen."

Bis heute lebt der Verein auch von seinen Wurzeln in der Fanszene, wovon zuletzt auch die 27-jährige Melanie profitierte. Für sie setzte sich der Verein ab 2013 ein. Auch Melanie fand in der weltweiten Datenbank einen Spender. Neben regelmäßigen Aktionen im Nürnberger Stadion war der Verein schon mehrfach in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen und im Mai erstmals in der Allianz-Arena in München.

Auch in diesem Jahr gibt es weitere Typisierungen. Am 3. Oktober geht es dorthin, wo es für den Verein eins los geht: In der Auerbacher Mittelschule gibt es eine Jubiläums-Typisierung. Nach Auerbach geht es wieder nach Nürnberg. Am 17. Oktober sucht der Verein Spender beim Tag der offenen Tür bei der Deutschen Bahn, am 18. Oktober bei Möbel Neubert und auf dem Herbstmarkt in Hirschaid. Michael Sporer freut sich, dass er bei der Arbeit Hilfe von vielen jungen Kirchenthumbachern bekommt.
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