Allein 35 000 Euro bei letztem Rohrbruch - Räte diskutieren Finanzierung
Marode Wasserleitungen

Lokales
Kirchenthumbach
05.12.2015
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Einer der letzten großen Wasserrohrbrüche in der Lindenstraße und in der Bürgermeister-Prüschenk-Straße gaben Bürgermeister, Verwaltung und Bauhof erneut einen Fingerzeig über den schlechten Zustand der Wassernetze in der Gemeinde. Der Bürgermeister klagte über 35 000 Euro Kostenaufwand bei der Reparatur des letzten Rohrbruches. Auf die Tagesordnung der Marktgemeinderatssitzung setzte der Rathauschef deshalb die Beratung über die stetig steigenden Reparaturkosten am gemeindeeigenen Trinkwassernetz.

Eine Untersuchung der Leitungen sei ein Gebot der Stunde, urteilte der Bürgermeister. In welchem Umfang, darüber solle das Gremium entscheiden, bemerkte Kürzinger. Dritter Bürgermeister Werner Trenz schlug vor, eine Überprüfung des gesamten Leitungsnetzes bei einer Fachfirma in Auftrag zu geben und mit der Kontrolle bekannter Schwachstellen zu beginnen. Angela Kummert-Schleicher befürchtet "über kurz oder lang überall Probleme". In Etappen plädierte auch sie für eine Gesamtuntersuchung. Für erste Finanzierungsmittel schon im nächsten Haushaltsjahr sprach sich Winfried Sporrer aus.

Dagegen warnte Daniel Götz vor Schnellschüssen. Es gelte, die Schlüsselwörter Kosten, Förderung und Ausschreibung der Arbeiten näher zu prüfen und vor allem keine Fördermöglichkeiten liegen zu lassen. Diese Möglichkeit zieht auch der Kämmerer in Betracht. "Die Förderrichtlinien sollen zugunsten der Gemeinden geändert werden", wusste Michael Eisner. Bisher gebe es allerdings für Netzuntersuchungen keine Zuschüsse. Hilfreich für das Aufspüren von Wasserbrüchen sei derzeit die Netzprüfung der Abwasserkanäle, auch daran erinnerte der Kämmerer.

Mit einer Generaluntersuchung konnte sich Georg Adelhardt nicht anfreunden. "Wir sollten nur an verdächtige Gussleitungen herangehen". Aufklärungsbedarf zur Kostenumlegung sah Jürgen Geyer. Kämmerer Michael Eisner informierte über die Möglichkeit, die Kosten im Rahmen eines Gesamtsanierungskonzeptes in Form eines einmaligen Verbesserungsbeitrags umzulegen. Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann drängte auf einen raschen Auftrag. Eine Beschlussfassung sah die Tagesordnung nicht vor.
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