"Das Leben entrümpeln"

Hedwig Lindner (links) vom Katholischen Frauenbund bedankte sich bei Kathrin Karban-Völkl mit einem Blumenstock für ihren bereichernden und humorvollen Vortrag. Bild: hfz
Lokales
Kirchenthumbach
23.06.2015
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Ob im Keller oder auf dem Dachboden, in Schränken oder in Schüben: Überall sammelt sich Überflüssiges und Grusch an. Das gilt auch für Beziehungen, für Körper und Seele. Hier Ordnung zu schaffen, dazu rief Kathrin Karban-Völkl beim Frauenfrühstück auf.

In gemütlicher Runde genossen die fast 40 Teilnehmerinnen das vielfältige Frühstücksbüffett, das der Vorstand des Katholischen Frauenbundes vorbereitet hatte. Im anschließenden Vortrag von Kathrin Karban-Völkl, Religionspädagogin aus Kemnath, zum Thema "Das Leben entrümpeln - vom bewährten Wegwerfen und wertschätzenden Behalten" fand sich jede Zuhörerin wieder.

"Wer besitzt nicht im Keller eine Sammlung von Gläsern mit Marmelade und anderem Selbstgemachten, eine bis oben gefüllte Gefriertruhe und ein Sammelsurium von Gegenständen aus der Vergangenheit auf dem Dachboden?", fragte die Referentin. Auch in Garagen und Nebengebäuden sehe es vielerorts nicht besser aus: "Man könnte ja einiges vielleicht doch einmal noch brauchen."

"Sorgen los werden"

Doch man benötige viel weniger zum Leben als man denke. Denn Gerümpel fresse Zeit, Platz und Energie. Im Durchschnitt suche jeder Mensch am Tag zehn Minuten nach etwas, merkte Karban-Völkl an und betonte: "Entrümpeln heißt entsorgen - Sorgen los werden." Und sie merkte an: "Die Erinnerung steckt in uns drinnen, das kann uns keiner nehmen."

Gute Zeitpunkte zum Entrümpeln seien zu Ostern und zu Weihnachten, beim Umzug oder wenn Besuch kommt. Wichtig sei dabei, sich nur einen bestimmten Bereich vorzunehmen, nur zu entrümpeln, wenn man Lust habe und nicht unter Zeitdruck stehe, und sich am Schluss zu belohnen.

Bevor man etwas wegwerfe, könne man es auch weitergeben: zum Beispiel alte Fotos als Postkarten an Freunde oder Verwandte schicken. Ein weiterer Tipp der Referentin lautete, etwas Altes zu entsorgen, bevor man sich etwas Neues kaufe: etwa bei Kleidung.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied "Das wünsch ich Dir" ging es im zweiten Teil des Vortrags um Gerümpel in Körper und Seele. Bereits Theresia von Avila wusste: "Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen." Den Körper gesund zu halten, in Bewegung zu bleiben und ausreichend Schlaf seien wichtig für unser Wohlbefinden, erläuterte Karban-Völkl. "Auch in Beziehungen, die das Leben schwer machen, sollte man Ordnung schaffen - zum Beispiel durch ein gutes Wort, eine Umarmung, einen Brief oder eine Versöhnung."

"Haben es selbst in Hand"

"Wir sollten aufhören, uns Sorgen zu machen über Dinge, die wir sowieso nicht beeinflussen können", appellierte die Referentin an die Zuhörerinnen. "Es ist besser, davon auszugehen, dass alles gut wird." Zum Schluss kam sie auf Jesus zu sprechen: Die Begegnungen mit ihm taten den Menschen gut. "Auch uns schenken gute Begegnungen und Beziehungen Kraft und Lebensfreude. Wir haben es selbst in der Hand, ob wir gebeugt oder aufrecht durchs Leben gehen."

Hedwig Lindner vom Führungsteam des Katholischen Frauenbundes verwies auf den Jahresausflug am Sonntag, 12. Juli, nach Neusath-Perschen und Nabburg.
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