Die Blaskapelle intonierte den "König-Ludwig-II.-Marsch", "In Treue fest" sowie den "Böhmischen Traum" . Die Besucher wünschten sich derweil gegenseitig "a gsunds und glücksöligs neis Johr".
Böllerschüsse vertreiben Geister

Dick eingepackt, konnte den Besuchern des Neujahrsanschießens vor der Wallfahrtskirche Maria Zell die Kälte nichts anhaben. Außerdem heizte die Blaskapelle musikalisch ein. Und nicht zuletzt wärmten Schwedenfeuer und heiße Getränke von innen und von außen. Bilder: rfü (2)
Lokales
Kirchenthumbach
03.01.2015
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(ü) Auf die höchste Erhebung des Marktfleckens, "am Berg" vor der Wallfahrtskirche Maria Zell, hatte der Handwerker- und Gewerbeverein zum Neujahrsanschießen eingeladen.

Viele Besucher waren hinauf gepilgert zum "Halmsal", wie der Berg genannt wird, wo Mario Krapf das neue Jahr mit biblischen sieben Böllerschüssen begrüßte. Den musikalischen Part hatten Mitglieder der Blaskapelle Kirchenthumbach unter Leitung von Jürgen Böhme übernommen. Sie hießen 2015 auf ihre unnachahmliche Weise willkommen und machten außerdem gleich Werbung für ihre Großveranstaltung "25 Jahre Blaskapelle Kirchenthumbach" zu Fronleichnam. Die Frauen des Handwerker- und Gewerbevereins boten dazu heiße Getränke, Gebäck und Lebkuchen an. An Schwedenfeuern konnten sich die Besucher wärmen. Besonders die Kinder hatten dabei ihren Spaß.

Das Neujahrsanschießen geht auf eine Überlieferung zurück, wonach man in der Silvesternacht, eine der großen Raunächte, in die Zukunft blicken kann. Deshalb ranken sich um sie zahlreiche Bräuche, von denen noch heute einige lebendig sind.

Dazu gehören neben dem Bleigießen auch das Anschießen und Anblasen des neuen Jahres auf der höchsten Erhebung des Ortes. Durch Schießen, Peitschenknallen und vor allem viel Lärm sollen die bösen Geister vertrieben werden.
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