Ehre für Anja

Michael Sporrer (links) und Bürgermeister Jürgen Kürzinger (rechts) nehmen die beiden neuen Ehrenmitglieder in die Mitte: Anja Roith und Georg Wagner Bilder: Rosalinde Fürk
Lokales
Kirchenthumbach
08.09.2015
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Dank und Auszeichnung für "Hilfe für Anja". Zum Jubiläumsabend gab es Spenden, vor allem aber Lobesworte für die Arbeit des Hilfsvereins. Zum Ende erhielt der Verein zwei ganz besondere Ehrenmitglieder

Mit einem Festakt in der Sporthalle feierte der Verein "Hilfe für Anja" 15-jähriges Bestehen. Auch Namens-Patin Anja Roith und Georg Weber feierten mit. Für die beiden fand der Verein einen genetischen Zwilling und damit einen Lebensretter. Gekommen war auch Prof. Dr. Markus Böck, Leiter der Spender-Datenbank an der Uniklinik Würzburg.

Vorsitzender Michael Sporrer blickte zurück auf den Beginn mit der ersten Typisierung am 7. Mai 2000 vor dem Nürnberger Frankenstadion. Inzwischen sei der Verein bundesweit aktiv, nutze die guten Kontakte in die Fußballfan-Szene. Sporer erinnerte an Freude und Leid, die der Verein und seine Mitglieder erlebt haben. Wenn Kinder, Väter oder Mütter diese Krankheit nicht überleben, sei dies sehr belastend. "Für die positiven Seiten unserer Arbeit haben wir zwei großartige Beispiele unter uns: Anja Roith und Georg Weber."

Sporrer verwies auf das Buch zum Verein. Auf 204 Seiten gebe es für 9,90 Euro die Geschichte zum Nachlesen. Der Erlös ermögliche weitere Typisierungen. Bisher habe der Verein 38 414 Spender für die weltweite Datenbank aufgenommen. Auch die Kosten von 1 920 700 Euro habe der Verein aus Spenden finanziert.

Für die Zukunft seien weitere Typisierungen am 3. Oktober in Auerbach, am 17. Oktober bei der Deutschen Bahn in Nürnberg und am 18. Oktober in Hirschaid, sowohl am Herbstmarkt und auch bei Möbel Neubert geplant. Sporrer verriet, dass sein Verein mit einem großen Unternehmen über Typisierungsaktionen an dessen Standorten verhandelt.

Professor Dr. Markus Böck erinnerte an die Zeiten, in denen Ärzte Knochenmarkspender nur in den Familien der Kranken finden konnten. Fand sich dort kein passender Spender, war dies wie das Todesurteil für den Patienten. Aus diesem Grund schätze er die Arbeit von Vereinen wie Hilfe für Anja extrem hoch ein. "Ohne Zweifel habe die Medizin große Fortschritte bei der Stammzelltransplantation gemacht heute ist vieles möglich, an das man vor zehn Jahren gar nicht gedacht hat."

Aber der ganze Fortschritt wäre nutzlos, wenn die passenden Spender nicht zur Verfügung ständen. Deshalb sei ein großes Anliegen, Dank zu sagen im Namen der Ärzte, vor allem aber im Namen der Patienten. "Was Sie da gemacht haben, ist eine tragende Säule unserer Arbeit und vor allem eine tragende Säule für das Leben vieler Menschen." Grußworte sprach auch Landrat Andreas Meier, die Bürgermeister Jürgen Kürzinger und Werner Nickl aus Kirchenthumbach und Kemnath. Alle würdigten das Engagement des Vereins und den Einsatz des Vorstand allen voran Michael Sporrer. Im Laufe des Abends machte der Verein Anja Roith und Georg Wagner aus Neunaigen bei Wernberg zu Ehrenmitgliedern.
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