Ein fröhliches Fest

Der Turnerplatz war in den vergangenen Tagen das Mekka der "Dumbacher" Kirwafans - und davon gibt es viele, wie das Bild zeigt. Bei Musik, Schmankerln und Flüssigem ließen es sich die Besucher gutgehen. Bilder: dfr (2)
Lokales
Kirchenthumbach
18.08.2015
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"Alle Jahre wieder" am Wochenende zu oder nach Mariä Himmelfahrt geht der Kirwaverein in die Vollen: Mehrere Tage lang wird traditionell Kirchweih gefeiert. Die besondere Attraktion diesmal: Ein Verein aus dem Oberpfälzer Wald demonstrierte das Perchtentreiben.

Den Auftakt des Festes bildete das Ausgraben der Kirwa am Donnerstagabend. Anschließend wurde im Heberbräu ausgiebig bei Wein, Bier, Brotzeiten und musikalischer Unterhaltung durch "Die Fregga" gefeiert. Tags darauf stand bei heißen Temperaturen das Aufstellen des Wahrzeichens der Kirwa an: Mit blanker Muskelkraft hievten starke Männer den Kirwabaum in die Höhe. Anschließend gab es ein "wildes Kneipentreiben" in den Wirtshäusern des Marktes.

Cocktailbar und Weinlaube

Am Wochenende folgten die traditionellen Feierlichkeiten auf dem Turnerplatz. Rasch waren alle Plätze besetzt, und die Mitglieder des Kirwavereins und die freiwilligen Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher zu sorgen. Als besonderes Schmankerl wurde Flamm- und Zwiebelkuchen aus dem Holzbackofen serviert. Auch an der Cocktailbar und in der allseits beliebten Weinlaube verlebten die Feiernden gemütliche und amüsante Stunden.

Für die musikalische Unterhaltung am Samstag war die "Pirker Blechmusi" zuständig. Schnell brachte die Kapelle aus Pirk bei Weiden Stimmung in die Menge. Absoluter Höhepunkt war aber zu nächtlicher Stunde der Auftritt der Gruppe "Schwarzachtal Pass", die das Perchtentreiben vorführte.

Perchten sind schaurig-schöne Schreckgestalten, die vor allem in Bayern und Österreich in den Raunächten eine mystische Atmosphäre schaffen. Trotzdem sind sie auch Glücks- und Segensbringer. Sie sollen Haus und Hof im nächsten Jahr vor Unglück bewahren, böse Geister vertreiben und Fruchtbarkeit bringen.

Mithilfe von Masken aus Lindenholz zeigten die Mitglieder von "Schwarzachtal Pass" die unterschiedlichsten Richtungen des uralten Brauchtums auf. Sichtlich begeistert würdigten die Zuschauer mit großen Applaus die Darsteller aus Neunburg vorm Wald.

Ein aufziehendes Unwetter am späten Samstagabend zwang die Verantwortlichen dazu, die weitere Feier kurzerhand ins benachbarte Pfarrheim zu verlagern. Dort ging es fröhlich bis in die Morgenstunden weiter.

Pfarrheim als "Kirwameile"

Am Sonntag hatte der Himmel ganztägig kein Mitgefühl mit den fleißigen Helfern. Dauerregen und kühle Temperaturen machten ein Fest auf dem Turnerplatz unmöglich, und so wurde kurzerhand das Pfarrheim mit seinem Vorplatz zur "Kirwameile" umgebaut.

Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen, der restlos verkauft wurde. Auch Grill und Friteusen wurden wieder angeheizt. Das Kirchenthumbacher Jungtalent Philipp Kleber trug auf dem Akkordeon einige Stücke vor und erntete dafür viel Applaus. Bis in den frühen Abend hinein feierten die "Dumbacher" ihre Kirwa.
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