Ein "Suggerl" für die Gratulanten

Bekannt, beliebt und als Metzger sehr gefragt: Hans Hafner feierte seinen 80. Geburtstag - und hatte viele Hände zu schütteln. Freunde und Weggefährten gratulierten, und natürlich die Familie mit Ehefrau Gerda (sitzend, links), vier Kindern, 13 Enkeln und zwei Urenkeln. Bild: rfü
Lokales
Kirchenthumbach
25.08.2015
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Wie viele Menschen er mit Kesselfleisch, Würsten, Presssack und Geselchtem glücklich und satt gemacht hat, kann er zahlenmäßig nicht einschätzen. Aber es dürften Tausende von Schweinen gewesen sein, aus denen der "Hafner-Hans" in den vergangenen 65 Jahren Hausmacher-Delikatessen hergestellt hat.

Von einer Krankheit gut erholt, feierte er seinen 80. Geburtstag. Viele Verwandte, Freunde und Weggefährten waren zur Feier in den Garten des Jubilars gekommen. Und wie sollte es anders sein: Für seine Gäste hatte der "Hafner-Metzger" ein "Suggerl" geopfert und mit Unterstützung von Sohn Dietmar am Spieß gebraten.

Im idyllisch gelegenen Dorf Fronlohe hat Hans Hafner 1935 das Licht der Welt erblickt. Zur Schule in Kirchenthumbach musste er, auch wenn im Winter die Straßen und Wege mit Schnee zugeweht waren, zu Fuß gehen. Bei Metzgermeister Ludwig Wolfram ("Spindler-Bubi") in Eschenbach erlernte er das Metzgerhandwerk.

Im Kohlebergwerk

Gleich nach der Lehre zog es ihn in die Ferne: In Oberhausen, in der Zeche Sterkrade, fand Hafner im Kohlebergwerk eine gut bezahlte Arbeit. Doch die Metzgerei ließ ihn nicht los: Nach drei Jahren Arbeit unter Tage wechselte er nach Dortmund, wo er in einer Metzgerei Oberpfälzer Wurstwaren herstellte.

In Dortmund lernte er seine spätere Frau Gerda, geborene Bense, kennen. 1959 wurde geheiratet. Die beiden bekamen sechs Kinder, wovon zwei Töchter bereits gestorben sind.

Nach der Rückkehr in die Heimat bauten sich die Hafners zu Beginn der 1960er Jahre in der Lindenstraße in Kirchenthumbach ein Eigenheim. Arbeit fand Hans Hafner im Grafenwöhrer Metzgereibetrieb Knörr & Kessel und später in der Großmetzgerei Gugel, ehe er kurze Zeit im US-Truppenlager sein Brot verdiente. Die letzten 28 Jahre seines Berufslebens stand er in Diensten des Pegnitzer Unternehmens Bayer & Köppel.

Geselliger Jubilar

Nebenbei arbeitete der "Hafner-Metzger", wie er genannt wird, als Hausschlächter. Wegen der hervorragenden Qualität seiner Arbeit und seiner Wurstwaren war er sehr gefragt und beliebt.

Großen Wert legt der Jubilar auf Geselligkeit bei einem Seidl Bier. So ist er Mitglied bei den Wanderfreunden, beim Rentner- und Pensionistenverein sowie beim Siedlerbund.

Zu den vielen Gratulanten zählten Ehefrau Gerda, die vier Kinder sowie 13 Enkel und zwei Urenkel. Die Glückwünsche der Pfarrgemeinde überbrachte Pater Dr. Benedikt Röder.
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