"Eisenhut": Ein großes Ereignis

Diesmal applaudierten die Darsteller: Nach der vierten und letzten Aufführung des Freilichtschauspiels "Eisenhut - Die Geschichte einer wundersamen Läuterung" war Dank an alle Mitwirkenden, Helfer und Sponsoren angesagt. Dass alles so gut gelang, war das Resultat einer starken Gemeinschaftsleistung. Bild: ü
Lokales
Kirchenthumbach
02.10.2014
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Die "Kirchenthumbacher Festspiele" sind beendet: Nach dem vierten Spieltag senkte sich unwiderruflich der Vorhang für das Freilichtschauspiel "Eisenhut - Die Geschichte einer wundersamen Läuterung". Die Bilanz fällt überaus positiv aus.

Die vielen Zuschauer, die aus der gesamten Region in die Marktgemeinde gekommen waren, waren hellauf begeistert: Viel Lob und Anerkennung war zu hören. "So eine Mammutaufgabe schaffen nur die Thumbacher", lautete einer der vielen neidlosen Kommentare. Derartige Komplimente hören die Veranstalter, der Kulturkreis in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe natürlich gerne, sind sie doch eine Bestätigung einer außergewöhnlichen Leistung auf hohem Niveau.

Das Ereignis "Eisenhut" das lange in Erinnerung bleiben wird, war aber nur realisierbar durch Unterstützung von außen: Ohne Sponsoren wäre das alles nicht zu schultern gewesen. vier Aufführungen - alle ausverkauft - waren mehr als nur Theater: "Es war Profession", wie Heiner Kohl aus Eschenbach sagte. Autor Jürgen Böhme hatte Textteile eingebaut, die nicht nur Schmunzeln, sondern auch Beifallsstürme hervorriefen.

Lustige Moritaten

In das Stück einbezogen wurde barocke Musik. Dafür sorgten die Streicher der "Stodtbergsait'n" aus Eschenbach. Mitglieder der Blaskapelle Kirchenthumbach kündigten das Stück unter anderem mit dem "Te Deum" von Marc-Antoine Chapentier - auch als Eurovisionshymne bekannt - an. Ein Volltreffer waren die Moritatensänger, die mit lustigen Weisen auf jeden Akt einstimmten. Begleitet wurden die Sänger Jürgen Böhme und Norbert Wilterius von Martin Kohl mit der Drehorgel. Selbst das Gebetläuten um 20 Uhr wurde ins Stück einbezogen.

In Höchstform präsentierten sich die Schauspieler der Theatergruppe sowie die Darsteller, die den Überfall nachspielten. Regisseur Thomas Frankenberger hatte sein Ensemble hervorragend vorbereitet: Es passte alles. Die Szene mit der Pferdekutsche sorgte bei vielen Zuschauern für Gänsehaut pur. Eine Augenweide war nicht zuletzt das Barockfeuerwerk, das nach jeder Vorstellung auf dem Kirchplatz abgefeuert wurde.

Ein Sonderlob haben die Anlieger des Marktplatzes verdient, die so manche Behinderung "geschluckt" und ihre Häuser mit Kerzen beleuchtet haben. Nicht wenige Bürger, die weder mit dem Kulturkreis noch mit der Theatergruppe etwas zu tun haben, kamen und halfen mit - sei es beim Bestuhlen oder beim Reinigen des Platzes. Das ist auch ein Beweis dafür, dass sich im Jubiläumsjahr ein guter Gemeinschaftsgeist entwickelt hat.

Lob und Dank

Am Ende der letzten Vorstellung ergriff Regisseur Thomas Frankenberger das Wort. Er dankte den nahezu 60 Akteuren, die die Aufführungen so toll gemeistert haben. Im Besonderen lobte er Martin Kohl für seine Vision und dafür, dass er es ermöglicht habe, dass das Stück so erfolgreich in Szene gesetzt werden konnte.

Frankenberger nannte namentlich auch Margit Kohl, Jürgen Böhme, Gabi Strauß, Norbert Wilterius, Heidi Stopfer-Wilterius, Marion Eller (Maske) und das "Mädchen für alles", Rainer Röttger. Martin Kohl gab das Lob an den Regisseur zurück.
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