Emsig wie die Bienen selbst

Lokales
Kirchenthumbach
30.10.2014
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Für den Imkerverein ist es ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Für seine langjährigen Anstrengungen um den Erhalt der Bienen und die vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit ist er mit dem Umweltpreis des Landkreises Neustadt/WN ausgezeichnet worden.

Das Preis von 3000 Euro teilt er sich mit den Flosser Gartenkrähen sowie dem Obst- und Gartenbauverein Speinshart (wir berichteten). Die Preisverleihung durch Landrat Andreas Meier fand im Foyer des Alten Schlosses in der Kreisstadt statt.

Meier informierte, dass der Landkreis alle zwei Jahre für besondere Verdienste um Natur und Umwelt in der Region einen Preis vergebe. Der Ausschuss für Umwelt und Energiefragen habe sich unter anderem dafür entschieden, auf Vorschlag von Fritz Fürk, dem ehemaligen Bürgermeister der Marktgemeinde, diesmal den Imkerverein Kirchenthumbach zu ehren.

Unverzichtbarer Beitrag

In seiner Laudatio sagte der Landrat unter anderem, dass bis vor wenigen Generationen das Vorkommen der Honigbiene und ihre Dienste für die Allgemeinheit selbstverständlich gewesen seien. In fast jedem Dorf habe es mindestens einen Imker gegeben, Bienenhäuser hätten allerorten zum ländlichen Erscheinungsbild gehört. Die Imkerei leiste einen unverzichtbaren Beitrag zu einer reichhaltigen und intakten Umwelt, sie sei ein Garant für den Fortbestand von Flora und Fauna, betonte Meier.

Der Imkerverein Kirchenthumbach sei ein Traditionsverein, der sich seit seiner Gründung vor 110 Jahren mit viel Engagement und Herzblut um den Erhalt der Bienen und der Natur kümmere. Stolze 217 Bienenvölker betreuten die Mitglieder in diesem Jahr.

Der jüngste Bienenzüchter sei im August 13 Jahre alt geworden. Daran werde deutlich, dass der Verein besonders großen Wert auf die Nachwuchsarbeit lege und es ihm ein Anliegen sei, die Imkerei vor allem Kindern und Jugendlichen näher zu bringen. Bedingt durch die nimmermüden Aktionen sei es zuletzt gelungen, vier Jungimker zu gewinnen. Als weiteres Beispiel für das Engagement des Imkervereins in diesem Bereich nannte der Landrat den Imkertag, der jedes Jahr im Kinderferienprogramm angeboten werde.

Ebenfalls ein Vorzeigeobjekt sei der Bienenlehrpfad an der Gemeindeverbindungsstraße nach Fronlohe. Dieser sei von den Mitgliedern mit viel Liebe sowie großem Zeit- und Geldaufwand errichtet worden. Auf den Schautafeln erfahren Besucher Wissenswertes rund um Biene, Honig und Imkerei.

1000-Euro-Scheck

Meier überreichte an Vorsitzenden Alfons Wilterius die Urkunde und einen 1000-Euro-Scheck. Bei der Preisverleihung mit dabei waren die Vorstandsmitglieder Reinhold Ziegler, Josef Dromann und Florian Kroher. Gäste waren zudem der ehemalige Bürgermeister Fritz Fürk als Vorschlagender und Bürgermeister Jürgen Kürzinger.

Grußworte an die Preisträger sprachen Albert Nickl für die drei Bürgermeister und Manfred Plößner für die fünf Kreistagsfraktionen. Mit dem Eintrag in das Goldene Buch des Landkreises endete die kleine Feier.
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