Erntedankfest im Gagglhof: Mais im Mittelpunkt
Vom Feld in den Mund

Das Arbeitsleben früher wurde den Besuchern bei Vorführungen mit alten landwirtschaftlichen Gerätschaften nähergebracht. Auf das Dreschen folgte das Maishäckseln. Bilder: lep
Lokales
Kirchenthumbach
02.10.2015
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Nürnberg, Lauf, Amberg: Von weither kamen die Besucher zum Erntedankfest des Thumbacher Heimat- und Trachtenvereins mit seinem reichhaltigen Angebot. Viele Gäste erschienen schon zum Mittagessen - es gab Schweinebraten und Knödel - und genossen die Herbstsonne im alten Gagglhof-Anwesen. Zur Unterhaltung spielte die Blaskapelle Kirchenthumbach unter Leitung von Jürgen Böhme auf.

Der ganze Nachmittag war gefüllt mit Vorführungen aus dem Arbeitsleben wie es früher war. Das fing an beim Dreschen mit einer Maschine aus den 1950er Jahren und zwei alten Bulldogs, die auf dem Maisfeld Ladewagen und Häcksler zogen. Bei einem Seiler konnten Kinder sich gegen einen geringen Obolus ein eigenes Seil drehen.

Beim Bauernmarkt boten 18 Aussteller ihre Ware zum Kauf an. Die Stände waren bestückt mit Marmelade, Essig, Likör, Bauernbrot, Kerzen und Imkereiartikeln, herbstlicher Floristik, Laubsägearbeiten, Weidenobjekten, Filzprodukten, gemahlenem Mehl, Papierträumen, Stutenmilchprodukten sowie Schmiede- und Metallbauarbeiten.

Besonders der Nachwuchs fühlte sich wohl, da er sich den gesamten Nachmittag über beschäftigen konnte. Zuerst konnten sich die Mädchen und Buben noch im Maisfeld verstecken, dann zupften sie Maiskolben ab und - nachdem mit einer von Hand angetriebenen Maschine die Körner vom Kolben getrennt worden waren - gab es Popcorn.

Das Dreschen faszinierte alle und anschließend tobten sich die kleinen Besucher im Strohhaufen aus. Wer Lust hatte, durfte eine Kerze ziehen oder beim Stoffdruck kreativ sein. Wer Holz bearbeiten wollte, konnte an der Drechselmaschine erste Versuche starten.

Bei der Kinderbetreuung wurden aus buntem "Play-Mais" aus Styropor Figuren und Landschaften gebastelt. Bei einem Mais-Quiz gab es 50 tolle Preise zu gewinnen, die die Kirchenthumbacher Geschäftswelt zur Verfügung gestellt hatte. Nicht zuletzt konnten sich die Gäste aus nah und fern mit Kaffee, Kuchen oder Herzhaftem stärken.
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