Fremdwasser: Viel Geld versickert

Lokales
Kirchenthumbach
21.11.2015
13
0

Es tut sich was in der Marktgemeinde. Diesen Eindruck vermittelte Jürgen Kürzinger in der Bürgerversammlung. Mit der Geschäftsleitung der Verwaltungsgemeinschaft, dem Kämmerer und dem Bauhofleiter berichtete der Rathauschef von der Fortentwicklung eines lebenswerten Ortes - aber auch von Problemen.

So bereiten die Entwässerungseinrichtungen Sorgen. "Wir haben 70 Prozent Fremdwasser im Netz." Die Kläranlage müsse deshalb überwiegend sauberes Wasser klären. Der Markt habe deshalb schon 200 000 Euro Strafe zahlen müssen. Die Sanierung des Kanalnetzes sei deshalb ebenso ein Gebot der Stunde wie Überlegungen zur Umrüstung oder alternativ zum Neubau der Kläranlage. Kürzinger warnte: "Ohne gemeindliche Initiative droht uns durch die staatliche Aufsicht die Schließung der Anlage und die zwangsweise Verordnung einer mobilen Entwässerungseinrichtung".

Jubeln kann Sassenreuth. Der Bürgermeister stellte die Planungen zur Sanierung der öffentlichen Dorfflächen vor, erklärte die Bauschritte und verwies auf das Einvernehmen im Dorferneuerungsverfahren zwischen Dorfgemeinschaft, Amt für Ländliche Entwicklung und Marktgemeinde. "Im nächsten Jahr wollen wir anpacken", gab der Bürgermeister bekannt. "Das Dorf wird eine kleine grüne Lunge mit viel Stimmung erhalten."

Der Rathauschef bekannte sich zu Überlegungen zum Aufbau von Urnenstelen am Kreuz in der Grünfläche des Friedhofs, listete Standorte für neue Straßenleuchten auf und versprach, in den kommenden fünf Jahren jährlich 20 000 Euro zur Finanzierung neuer Straßenlaternen im Haushalt zu berücksichtigen. Eine Absage erteilte er der LED-Technik. "Wir werden normale Energiesparlampen verwenden", die LED-Technologie sei noch nicht ausgereift.

In die Breitbanderschließung steckt die Kommune 520 000 Euro, davon 120 000 Euro aus eigener Tasche. Weitere Hausaufgaben warteten in der Volksschule, erklärte Kürzinger. Er informierte über eine Sanierungsplanung, ohne in Details zu gehen: Über ein schwebendes Verfahren wolle er nicht berichten. Als Mit-Ausrichter der Pega 2016 sprach er von einem großen Interesse. "Planungen und Anmeldungen laufen gut." Für Februar 2016 kündigte der Versammlungsleiter eine Informationsveranstaltung mit Bekanntgabe eines Rahmenprogrammes an.

Geschäftsleiter Alfred Rauch widmete sich den Aktivitäten bei der Bauleitplanung. Dabei sprach er unter anderem das Baugebiet am Sandbrunnen an. Diesem solle sich ein weiteres gegenüber dem Ortsteil Burggrub anschließen. Vor dem Aufstellungsbeschluss seien für das circa 1,4 Hektar große künftige Bauland noch Verkehrsfragen zu klären. In den Kinderschuhen stecke der Bebauungsplan für die Gewerbefläche "Weiherwiesen II". Der Entwurf befinde sich im ersten Anhörungsverfahren. Kurz war die Einblendung zur Einwohnerstatistik. Die Marktgemeinde weist stabile 3251 Einwohner aus. 23 Geburten standen 17 Sterbefälle gegenüber.

Der Maßnahmenkatalog 2015 von Bauhofleiter Jörg Dollhopf umfasste die Erdverkabelung von Stromleitungen am Rathaus und in der Färbergasse durch das Bayernwerk einschließlich der Erneuerung von Straßenleuchten sowie Fertigstellung des Kriegerdenkmals und Mitarbeit bei der Friedhofssanierung in Thurndorf. Ferner mussten Anschlüsse für das Gemeindehaus in Altzirkendorf hergestellt werden. Ebenso ging er auf die Bauarbeiten und den Bau der Regenrückhaltebecken in Altzirkendorf und am Sandbrunnen ein.

Weitere Aufgaben waren der Straßenunterhalt, ein neuer Containerstandort in Heinersreuth, Asphaltierung des Standortes in Thurndorf, Mithilfe beim behindertengerechten Neubau des Eingangsbereiches der Feuerwehr Thurndorf und Aufstellen von Spielgeräten auf dem Spielplatz. Dollhopf fasste zusammen: "Der Bauhof hat Großes vollbracht." Vieles sei in Eigenregie billiger gekommen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.