Gebühren dürften steigen

Lokales
Kirchenthumbach
26.11.2014
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Keine guten Nachrichten für die Kirchenthumbacher: Bei der Bürgerversammlung stimmte sie der Bürgermeister auf höhere Schulden und steigende Gebühren ein.

Über regen Besuch durfte sich Bürgermeister Jürgen Kürzinger bei seiner ersten Bürgerversammlung freuen: Rund 70 Zuhörer waren in den Thumbeck-Saal gekommen. Neben dem Bürgermeister stand ihnen Geschäftsstellenleiter Alfred Rauch, Kämmerer Michael Eisner sowie Bauhofleiter Jörg Dollhopf Rede und Antwort.

Kürzinger stellte den Haushalt des laufenden Jahres in den Mittelpunkt. Im September habe der Marktgemeinderat diesen beschlossen. Der Vermögenshaushalt habe ein Volumen von 3 327 550 Euro. Er übersteigt den Vorjahres-Etat (3 118 000 Euro) um sieben Prozent. Die geplante Kreditaufnahme liege bei 475 000 Euro. Die Investitionen finanziert die Gemeinde vor allem aus den allgemeinen Rücklagen und mit Krediten. Der Rücklagenstand war Anfang 2014 mit vorläufig 1,59 Millionen Euro um rund 300 000 Euro höher als im Vorjahr. "Es ist der höchste Stand des Marktes", sagte Kürzinger. Zum Ende des Jahres werden die Rücklagen noch 90 000 Euro betragen.

Für die Zukunft seien neue Kredite unvermeidlich. Kürzinger verwies auf den Um- und Anbau an der Schule, Arbeiten am Elisabethenheim, die Abwasserentsorgungsanlage Kirchenthumbach I und auf weitere "angestaute Investitionen". "Im Finanzplan sind Kreditaufnahmen für die Jahre 2014 bis 2016 eingeplant", so Kürzinger. Er rechne aber damit, dass es 2014 ohne Kredite gehe.

Einen Blick warf Kürzinger auch auf die kostenrechnenden Einrichtungen: Für die Abwassereinrichtungen sei spätestens 2015 eine neue Gebührenkalkulation angezeigt. Zur Abwasserbeseitigung Kirchenthumbach I führte er aus, dass 2009 die Gebühren von 2,71 Euro pro Kubikmeter Abwasser auf 3,23 Euro angehoben wurden. Damit habe die Anlage 2012 ein Überschuss von 8232 Euro ausgewiesen. 2013 sei ein Fehlbetrag von 18 900 Euro kalkuliert, ein Abschluss liege noch nicht vor. 2014 werde mit einem Deckungsgrad von 84 Prozent gerechnet. Schuld sei die anstehende Klärschlammentsorgung, die auf 20 000 Euro geschätzt werde. Zur Abwasserbeseitigung Kirchenthumbach II erläuterte Kürzinger, dass 2008 die Gebühren von 2,06 Euro pro Kubikmeter auf 2,97 Euro angehoben wurden. Im Rechnungsergebnis 2012 sei ein Verlust von 1125 Euro angefallen. Für 2013 werde mit einer Unterdeckung in Höhe von 16 900 Euro gerechnet. 2014 liege der kalkulierte Deckungsgrad bei 64,5 Prozent. Die Steigerung der Ausgaben resultiere ebenfalls aus erhöhten Ausgaben für Klärschlammentsorgung und sonstige Leistungen Dritter. Ferner sei der Ansatz für Betriebsstrom gestiegen.

Die Wasserversorgung arbeite seit 2008 mit Defiziten. Schuld seien höhere Personalkosten, innere Verrechnungen und gestiegene Betriebskosten. Auch 2014 hätten die Personalkosten zugelegt. Eine Neukalkulation sei 2015 deshalb nötig. Der Deckungsgrad werde im laufenden Jahr wohl bei 63,5 Prozent liegen.
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