Gleichstrom, Windkraft, Aussichtsturm: Daniel Götz berichtet aus CWG-Fraktion
Trasse ist gar nicht so weit weg

Richtfest ist gefeiert: Ohne Ausstellungsplattform und nicht so hoch wie ursprünglich vorgesehen präsentiert sich der Aussichtsturm auf dem Kitschenrain. Kritik an der Umplanung und Umsetzung übte einmal mehr die CWG in ihrer Jahreshauptversammlung. Bild: rfü
Lokales
Kirchenthumbach
31.01.2015
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(rfü) Die Arbeit im Marktgemeinderat stellte Daniel Götz in der Jahreshauptversammlung der Christlichen Wählergemeinschaft (wir berichteten) in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Mehrheitsverhältnisse im Rathaus seien klar, die CWG habe die Rolle der Opposition angenommen, sagte Götz vor zahlreichen Zuhörern.

Die CWG sei die Fraktion mit den meisten Redebeiträgen und einer Vielzahl von Anträgen. Mit ihrer fachlich und sachlich fundierten Politik werde sie weiter versuchen, die Marktgemeinde nach vorne zu bringen. Zur "Gleichstromtrasse" sagte er, dass die Kommune zwar nicht direkt betroffen, aber die Trassenführung noch immer unklar sei. Blicke man nach Pegnitz oder in das südliche Fichtelgebirge, dann seien die geplanten Strommasten gar nicht so weit von Kirchenthumbach entfernt.

Der Antrag der Christlichen Wählergemeinschaft, dem Verein gegen die Gleichstromtrasse beizutreten, habe im Gemeinderat Gehör gefunden. Die CWG habe die Verwaltung frühzeitig angemahnt, die Widerspruchsfrist bei der Bundesnetzagentur einzuhalten. Wegen der geplanten Windkraftanlagen sei man sich im Gemeinderat einig geworden, die Flächen dafür am Rand der Marktgemeinde zu konzentrieren.

Kein einleuchtender Grund

Gegen die Stimmen der CWG habe der Rat die Umplanung des Aussichtsturmes auf dem Kitschenrain beschlossen. Folgen seien eine geringere Höhe und das Fehlen einer Ausstellungsplattform. Seine Fraktion habe sich laut Götz vehement gewehrt, die jahrelange Planungsarbeit des "alten" Gemeinderats mit einem Schlag zu verwerfen. Man habe schon überlegt, die Rechtsaufsicht einzuschalten, weil der Umplanung kein Gemeinderatsbeschluss vorausging und es keine sachlichen Gründe für eine Änderung gegeben habe. Die Begründung "Kostenersparnis" sei ein Trugschluss.

Götz stellte klar, dass eine historische Chance vertan worden sei. Den ehemaligen Marktgemeinderat Norbert Wilterius, der ein profunder Kenner der regionalen Geologie und Geschichte ist, zitierte er mit den Worten: "Für mich stellt sich die Entscheidung so dar, dass die Mehrheit der Räte nicht verstanden hat, dass es um mehr geht als um einen Turm. Es stecken Bausteine und Visionen dahinter für die Weiterentwicklung der Gemeinde, für ein Identifikationsobjekt für Besucher und Einwohner mit Aufarbeitung von Kulturgeschichte in unserer Heimat".
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